1485.
1485, Sept. 6.
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(Hüfingen).
54- Rudolf Graf zu Werdenberg. St. Johanns Ordens Meister in Tütschen Landen,
und die strengen und festen, Herr Cunrat von Schellemberg, Herr Diebolt von Habs-perg, Ritter, und Erasmus zum Wyger der ältere schlichten auf einem gütlichen Tagezu Hüfingen die Spenne und Irrungen zwischen den wohlgeborenen und edlen GrafenHeinrich und Wolf, Gebrüdern zu Fürsternberg, Landgrafen in Bare, einerseits undFreiherrn Trutprecht zu Stouffen, ihren lieben Oheimen, anderseits, wegen der vonbeiden Parteien als Vettern und Schwager beanspruchten Hinterlassenschaft des wohl-gebornen Grafen Egen zu Fürstemberg sei. Die beiden Grafen von Fürstemberg sollendem Freiherrn zu Stouffen 800 gute rhein. fl. Hauptgut und 40 rhein. fl. jährlichenZins an zwei Zielen, St. Martins Tag und St. Walpurgen dem Meytag, geben und diehierüber auszustellende Verschreibung „sol ouch inhalten die losung der 800 fl. houpt-cmtz zu gestatten, wie dann dorumb ein schuldbrieff vfzerichten angeben ist vnd yec-lich losung mit 400 fl., in welicher zit im jar sy wellen, es sy tiber kurtz oder lang,mitsampt den ergangnen zinsen fürderlich veruolgen zu gestatten ')."
Geben in duplo vff zinstag nehst vorVnser lieben Frowen tag der Gepurt 1485.
Die Siegel Grafen Eudolfs zu Werdemberg (rotli in gelber Schüssel; den quadrirten Schild, der in 1und 4 das Johanniterkreuz, in 2 und 3 die werdenbergische Fahne zeigt, umgeben auf allen Seiten fliegende
Bänder; darauf: ^tei|ier brüte................flrcwe .. mxü ..... ); Konrads von Schellenberg (grün in gelber
Schüssel; Schild mit 2 Querbalken; Helm mit wehenden Decken; darauf Krone und 2 Höiner; die von Schildund Kleinod unterbrochene Umschrift: . oitrctt tum .. £lt .... ritt ..); Erasmus zum Wyger des älteren (grünin gelber Schüssel; Schild getheilt; auf dem Helm mit wehenden Decken 2 doppelte Pfauenfederbüsche; dievon Schild und Kleinod unterbrochene Umschrift: 5. . Erafm ... mjger).
Perg. Or. Donaueschingen.
1) 1486, Mai 2. bekennt Trutpert Herr zu Stauffen etc., dass seine Schwäger, die Grafen Heinrichund Wolf zu Furstenberg, welche nach dem von Grafen Eudolf von Werdenberg vermittelten Vertrage ver-pflichtet waren, ihm für den Erbfall seines Schwagers, Grafen Egens von Furstenberg, 800 fl. Hauptgut, näm-lich jährlich 40 fl. Zins so lange zu geben, „byß solicbs halber oder gar mit sampt ergangnen zinsen abgelöstwirt", ihm von dem genannten Hauptgute 400 fl. bezahlt haben, doch ihm „an den verfallenen zinsen vff denvergangnen sant Martins tag gefallen vnd byß vff dise losung ergangen, ouch den andern 400 fl. houptgütsmitsampt den selbigen künftigen zinsen ouch vnuergriffenlich vnd vnschedlich." Geben vff zinstag nach demMeytag 1486. Das Siegel des Ausstellers (grün; Schild mit 2, 1 Kelchen; Helm mit wehenden Decken; dar-auf Bischofsmütze, aus deren Mitte ein Federbusch aufsteigt; auf gewundenem, von Schild und Kleinod unter-brochenem Bande: tnüprerijt tjer . ptouf...). Perg. Or. Donaueschingen.
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