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1180.
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1) Egino IV. von Urach.
2) In Lüttich.
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1180 (c. Jan. 16—31) '). Würzburg.
99. Gerhardus (sie) et Bertholdus comites de Vraha 2 ) unter deu Zeugen in der Urkunde Kaiser
Friedrichs I. für das Kloster Kitzinger.
Acta anno 1180, indictione 13, anno regni Friderici 28, imperii 26. Data Wirceburc in pagoHeitingesfelt.
Monumenta Boica, XXIX, a, 437, nach dem auf italienisches Pergament geschriebenen Original in München.
1) Urkunden vom 16., 25. und 31. Januar 1180 zeigen den Kaiser in Würzburg; s. Stumpf, DieReichskanzler, Nr. 4296-4298.
2) Beide Namen lassen sich nach der Zeit ihres Auftretens auf keinen der bisher bekannten schwä-bischen Grafen von Urach beziehen. So drängt sich zunächst die Vermuthung auf, ob in denselben nicht Ab-kömmlinge eines gleichnamigen fränkischen Hauses zu suchen sind. Man könnte an Nachkommen jenes GrafenEgino denken, der im Anfange des 9. Jahrhunderts das fränkische Urach a. d. Saale an den Bischof Wolfgervon Würzburg vergabte (vergl. oben, Nr. 1, Anmerk. 2, S. 5), oder an Nachkommen jenes Grafen Berchtoldim "Volkfeld, in dessen Grafschaft laut einer Urkunde Kaiser Ottos III. (Mon. Boic. XXVIII, a, 201) NendilinUraha (wohl Steegaurach a. d. Aurach, s. w. von Bamberg) lag. Doch zeigt sich keine Spur von Grafen oderauch nur Herren, die nach einer der vielen fränkischen Ortschaften Urach benannt wären, und auch in anderenGebenden, die hier in Betracht kommen können, habe ich mich überall vergeblich nach Grafen von Urach oderähnlichen Namens umgesehen. Gleichwohl bleibt es höchst zweifelhaft, ob die beiden Zeugen der obigen Ur-kunde den schwäbischen Urachem zuzuweisen seien. Der Name Berthold ist in diesem Hause heimisch; nachunserer bisherigen Kenntniss war zwar anzunehmen, dass derselbe erst durch die Heirath Eginos des Bärtigenmit Agnes von Zähringen, also erst nach dem Auftreten des obigen Berthold, aus dem Zähringerhause in dieUracher Familie gekommen sei, indessen ist diese Annahme nunmehr auch durch den 1160 beim Sturme aufCrema gefallenen Berthold von Urach erschüttert; immerhin kann der Heirath Eginos des Bärtigen schon eineandere urachische Verbindung mit dem Hause der Zähringer oder einem andern, in dem der Name Bertholdüblich war, vorhergegangen sein. Was aber den Namen Gerhard betrifft, so kömmt derselbe in dem HauseAchalm-Urach-Freiburg-Eürstenberg nie vor; meine Erwartung, dass ein Druckfehler statt Gebhardus vorliege,traf nicht zu; eine gütige Mittheilung des Herrn Beichsarchivdirectors v. Löher belehrte mich, dass auch imOriginal im Münchner Reichsarchive „Gerhardus" stehe. Die Annahme eines Schreibfehlers für „Gebhardus" bleibtunsicher. Sollten die beiden Grafen als Glieder des schwäbischen Hauses von Urach einzureihen sein, so könnensie als Söhne eines der 1160 bei der Belagerung Cremas erscheinenden Uracher, aber auch als Brüder Eginosdes Bärtigen betrachtet werden. Berthold ist vielleicht derselbe, der c. 1233, wohl in sehr hohem Alter, indas Dominikanerkloster zu Esslingen getreten sein soll (vergl. unten, Nr. 367). Da nach der bisher angenom-menen Stammtafel der Name Berthold unter den Geschwistern Eginos V. zweimal wiederkehrt, könnte manversucht sein entweder in dem Abte Berthold III. oder in dem Grafen Berthold IV. einen Sohn, nicht Eginos IV.,sondern dieses älteren Berthold zu suchen; man würde jedoch mit dieser Annahme irre gehen, denn sowohlder Abt Berthold als Graf Berthold IV. weiden ausdrücklich Söhne Eginos des Bärtigen (s. Nr. 98 zu c. 1180und Nr. 354 zu 1228, Nov. 27) und Berthold IV. ein Bruder Eginos V. genannt (s. Nr. 180 zu 1220, Aug. 8).