"ä$fä)$£J&iüä$li
66
c. 1168—1175.
c. 1168.
Wasserburg und Urach.
95. Dominus Ditericus comes et soror eius domina Chunigundis comitissa de Vra cum filiis suis
abnegaueruut, quidquid iuris et proprietatis habere poterant in prediis Eholuingen et Graben, et benigneconsenserunt fratri suo domino Gebhardo comiti Halleusi, ut ipse delegaret et contraderet ea, quo-cumque uellet, pro remedio anime sue ac parentum suorum. Actum aput Wazerburcb et aput Vra.Utriusque abnegationis testes per aurem attracti sunt Engelbertus marcbio de Chraiburcb u. s. w.Testes autem abnegationis comitisse de Vra et eius filiorum sunt hü: Heinrich de Grauendorf, Ortolffilius Heinrici de Laimingen, ministeriales comitis Gebhardi predicti, Wergant de Ascha, seruus eiusdemcomitis, Hainricus cellerarius, Wdalrich coquus predicti comitis, Perenger de Hagenouwe x ).
Codex traditionum monasterii Eeichersbergensis im Urkundenbuch des Landes ob der Enns, I, S. 358.
1) Die Zeit dieser Urkunde ist im U.E. d. L. o. d. E. I, S. 814 und 815 (wo statt Vrla Vra zu lesen)auf c. 1168, in Mon. Boic. III, 474, wo sich ein älterer Abdruck findet, auf c. 1160 bestimmt. Unter den imSchenkungsbuche unmittelbar vorhergehenden Urkunden ist eine von 1162, unter den nachfolgenden eine von1161. Diese Urk. ist das einzige Document, das uns eine Gräfin Kunigunde von Urach als Sprossen der baie-rischen Hallgrafen von Wasserburg kennen lehrt. Ihre Brüder Dietrich und Gebhard werden in der Urkundegenannt. Ihre Eltern waren Engelbert und Hedwig (vergl. U.B. d. L. o. d. E. I, 814). Da diese noch in denSechziger Jahren des 12. Jahrhunderts am Leben sind, zeigt sich, dass in ihrer Tochter Kunigunde nicht jenevon Berthold von Zwiefalten als Mutter der Gräfin Udilhild von Zollern genannte zu suchen ist. Wahrschein-lich war sie die Gemahlin Eginos III. von Urach, dem man bisher nur willkürlich die vom Zwiefaltner Ne-crolog unter dem 19. August genannte Hadewig zur Gemahlin gegeben hat. Da sie mehrere Söhne hat, könntendie 1180 erscheinenden Grafen Gerhard (Gebhard?) und Berthold von Urach, wenn überhaupt hieher gehörig,als Brüder Eginos des Bärtigen zu betrachten sein. Koch-Sternfeld, Beiträge z. teutsch. Länderkunde, III, 120bezieht das Vra der obigen Urkunde auf Aura in Pranken; abgesehen vpn dem Grafen Egino, der im erstenDrittel des 9. Jahrhunderts Aura an Bischof Wolfger von Würzburg schenkt (Archiv d. Gesellsch. f. alt. d. Ge-schichtskunde, VII, 494), erscheinen aber keine Grafen mehr mit einem fränkischen Aura in Zusammenhang.Die ausdrückliche Bezeichnung der Kunigunde von Urach als Gräfin sowie ihre gräfliche Abstammung verbietenauch an die österreichischen oder steierischen Geschlechter von Ura und Urla zu denken (s. Meiller, BabenbergerRegesten, S. 341; dass hier ein Egeno vorkömmt, ist gewiss nur zufälliges Zusammentreffen, wie überhaupt derName Egino bei allen deutschen Stämmen häufig erscheint). Die Beziehung auf die bekannten Grafen von Urachin Schwaben darf demnach als wahrscheinlich betrachtet werden. Die Zeugen beider Handlungen sind, wieschon das „per aures tracti" verräth, Baiem; die Zeugen des Verzichtes der Gräfin Kunigunde sind Dienstleutedes Hallgraten Gebhard, die wohl diesen Bruder der Gräfin nach Urach begleiteten, als er dort ihren Verzichteinholte.
ySäW
P*HÜ
1175.9ß, Bellum inter ducem Bertholdum l ) et Zolrenses. Dux oecupavit Fürstenberc 2 ).
Annales sancti Georgii in Mon. Germ. Script. XVII, 296.