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Einkünfte- und Lehns-Register der Fürstabtei Herford sowie Heberollen des Stifts auf dem Berge bei Herford ...
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bezüglichen 1 ). Die Lehnbriefe, welche auf vormals abtei-lichen Gütern, wie Steinlake (v. Borries), Behme, Beeku. a., noch erhalten sind, boten keine umfassendere Aus-kunft. Es waren ja nun freilich in den WestfälischenProvinzialblättern von den Schicksalen des abteilichenund Stift Berger Archivs sichere Nachrichten gegeben 2 );es ist bekannt, dass seiner Zeit Graf Beisach da allesin grösster Unordnung und im traurigsten Zustande vor-fand 3 ); der Best wurde durch den BegierungsarchivarHaarland aufgehoben und nach Minden geschafft, wo,wie ich hörte, im Begierungs-Archiv die Archivalien derAbtei Herford, des Marien-Stifts auf dem Berge bei Her-

1) Die Akten beziehen sich auf die Münster- oder AltstädterKirchengemeinde, den langen, 1622 anhebenden Streit der Stadt mitder Äbtissin wegen des Rechtes der Besetzung der Münsterpfarre; zu-meist gehören sie unserm Jahrhundert an und betreffen das Verhältnisder Stadt zu den Landgemeinden, zu den verschiedenen Schulen in derStadt und auf dem Lande, auch das alte Kalandskolleg am Münster.

2) S. LBd. 2. Heft S. 112 ff. vom Jahre 1828 Graf v. BeisachsDarstellung des gegenwärtigen Zustandes der Minden-RavensbergerArchive".

3) Das Archiv war zur Zeit der letzten Äbtissin in einem be-sonderen, feuersicheren Gebäude der Abtei, nach Abteilungen geordnet,aufgestellt. Seinen ehemaligen Reichtum bekundeten die nach demVandalismus der Fremdherrschaft noch vorhandenen Reste. Erst waralles in einer feuchten, baufälligen Kapelle der Stiftskirche auf einenHaufen geworfen und Kinder trieben dort ihren Mutwillen, Erwachsenemunteren Handel mit den Pergamenten; was übrig blieb, wurde in einanderes Lokal der Stiftskirche geschafft, wo das Chaos der teilweisevermoderten und zerrissenen Urkunden und Papiere, mit toten Rattenund Mäusen und allerlei Unrat vermischt, hoch aufgetürmt da lag undvon Graf Reisach, der 800 Nummern Akten verzeichnete, gesichtetwurde. (Die grosse, zumal von der Äbtissin Elisabeth Pfalzgräfin beiRhein bereicherte Bibliothek der Abtei war spurlos verschwunden.) DerGraf fand ein Heberegister der Abtei aus dem 10. Jahrhundert, imStift Berger Archiv Heberegister aus dem 12. u. 13. Jahrhundert, wieer angibt.