A. DER HL. ROMUALD UND SEIN ORDEN
4°3
weis dafür, daß der Heilige in St. Apollinare begraben liege; VR., c. 2;Muratori, Rer. Ital., SS., T. I, P. II, 538f. — 5 VR., c. 2. — 6 Vgl.die sorgfältigen Nachweise b. Franke, 76 f. — 7 Vgl. H a u c k, Kir-chengeschichte Deutschlands III, 343 ff. Daß es in St. Apollinare nichtbesser stand, lehrt die 963 geschriebene Vita des Erzbischofs P r o b u svon Ravenna, wonach die Mönche mit Weibern zusammenlebten und die-sen heimlich zuschleppten, was sie nur konnten, s. Muratori, ebd.554. — 8 VR., c. 3, 4. — Doch läßt sich der Verdacht nicht unterdrücken,Damianis Angabe, daß Romuald erst nach 3 Jahren mit Erlaubnis desAbtes und aller Brüder aus Classe schied, sei erst aus der kirchlichenVorschrift herausgesponnen worden, wonach der Eintritt in die Ein-siedelei erst nach 3jährigem Aufenthalte im Kloster und mit dessen Er-laubnis stattfinden dürfe, s. F r a n k e, 115 ff. Damiani mochte es freilichfür selbstverständlich erachten, daß sich ein Heiliger an diese Vorschriftgehalten habe; aber sollte Romuald, damals noch lange kein Heiliger,schon als Novize seines Lebens nicht sicher, volle 3 Jahre gewartet ha-ben, bis er die gütige Erlaubnis erhielt, seine Haut in Sicherheit zubringen? — 9 VR., c. 4. — Man hat es mit Recht auffällig gefunden, daßRomuald nach dreijährigem Aufenthalte in St. Apollinare noch nichtlesen konnte, da doch in allen Benediktinerklöstern der Ordensregel zu-folge der Psalter wenigstens einmal wöchentlich, also 52mal in einem und156mal in drei Jahren abgesungen werden sollte. Allein man darf ausder Vorschrift nicht immer gleich auf den Vollzug schließen, in St. Apol-linare fand zur Zeit Romualds gemeinsamer Chordienst offenbar nichtstatt. Die Erklärung der AC, I, 57, Nr. XII, erklärt nichts, zumal da jagerade der dreijährige Aufenthalt selbst schon zweifelhaft erscheint. —10 VR., c. 4. — 11 Johannes Diaconus, Chronaca Venetiana, her-ausgeg. v. G. Monticolo, 140ff.; Tolra, H., S. Pierre Orseole I(928—87). Paris 1897. — 12 Johannes Diaconus, a. a. O. —13 VR.,c. 5. — 14 Vgl. F r a n k e, 92. — 15 Vgl. F r a n k e, 89 ff., 94 ff., 98 ff. —16 VR., c. 50, 51 lehren, daß er jedenfalls Priester war; da Ort und Zeitseiner Weihen nicht berichtet werden, so liegt es am nächsten, sie nachCusan zu verlegen. Der Bischof, welcher ihn weihte, war Simonist, s.F r a n k e, 248 f. — 17 B e n e d i c t i Regula Monachorum, c. 42, 73; vgl.VR., c. 8, 9, 52. Voigt, a. a. O., 40 ff., darf das Verdienst beanspruchen,Romualds Verhältnis zu den alten Mönchsvätern, zu Cluny und zumgriechischen Mönchtum zuerst gründlich untersucht zu haben, oüschoner den Einfluß des letzteren auf Romuald stark überschätzt, ebenso wieFranke, 158ff. Außer Cassian lernte Romuald in Cusan noch andereSchriften kennen, wie die Historia Lausiaca des Palladius, des hl. Hiero-nymus Vita Hilarionis und die Psalmenauslegung Cassiodors. Vgl. Voigt,44, 223, A. 190, 193. — 18 Vgl. Franke, 155ff.; Voigt, 38, 12f.;S a c k u r, E., D. Kluniazenser, I, 349 ff.; II, 8 ff. — 19 Die AC, 1, 137, 156,376 nehmen freilich in vollständiger Verkennung des Sachverhalts an,Guarin sei im Gegenteile Romualds Schüler gewesen, wovon natürlichgar keine Rede sein kann. — 20 VR., c. 6, 8; T o 1 r a H., S. Pierre Or-seole, I, S. 201 ff., 215 ff., 225 ff. — 21 VR., c. 6. — 22 VR., c. 11;
26*