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Peter Delfin : General des Camaldulenserordens (1444 - 1525) ; ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenreform, Alexanders VI. und Savonarolas
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DIE FREUNDSCHAFT MIT DEN ARRABBIATEN

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furchtbaren Tragödie teil. Er wohnte im März 1498 einerantif rateschischen Versammlung bei, auf welcher Peterde' A 1 b e r t i, einer der entschiedensten Arrabiaten und hef-tigsten Gegner des Frate, sehr unangenehme Dinge zu hörenbekam. Der General sprach ihm darob sein Bedauern aus 63 , mitdem Beifügen, ein so edler und wohlgebildeter Geist wie Peterwerde sich, vom Eifer für das Haus Gottes verzehrt, von seinemfrommen und heiligen Vorhaben durch keine Rücksicht ab-bringen lassen." ,,Ich hege", so schloß das Schreiben" 4 ,die Zu-versicht, Du werdest Dich uns wie in Sachen des Engelklosters, soin unseren sonstigen Ordensangelegenheiten als beständiger Hort,Anwalt und Beschützer bewähren. Du wirst auch entschuldigen,wenn ich mich in der gestrigen Zusammenkunft für die Wahrheitfreimütig aussprach. Wisse endlich, daß ich Dir, so lange ichlebe, vollkommen ergeben bleibe." Daß es sich bei der hier er-wähnten Versammlung um eine Besprechung in Sachen Savona-rolas handelte, ist wohl nicht zu bezweifeln; natürlich standDelfin mit beiden Füßen auf dem Boden der Arrabbiaten undPeter Albertis, zumal da sich die Dinge im März 1498 bereits zu-ungunsten des Frate gewendet hatten, da für März und April eineSignorie ans Ruder gelangt war, welche sich zu zwei Dritteln ausArrabbiaten zusammensetzte 65 . Delfin sah sich nun aber geradedamals mehr als je auf die Huld und Gnade der Signorie an-gewiesen, da er im Engelkloster, wo Guido unmöglich gewordenwar, seinen Freund und Landsmann Bernhardin Gadolozum Prior bestellt hatte 66 , der sich ohne den besonderen Schutzder Signorie als lästiger Eindringling nicht zu halten vermochte.In den von der arrabbiatischen Signorie beherrschten MonatenMärz und April 1498 rollten denn auch die Würfel zum Unter-fange Savonarolas. Dieser predigte, wie Delfin an Barozzischrieb 67 , mit größter Hartnäckigkeit, sprach mit Geringschätzungvom Papste und schmähte ihn öffentlich 68 ; ja, er hatte die Frech-heit, alle jene als exkommuniziert zu bezeichnen, welche ihnselbst für exkommuniziert hielten 60 , und so verführte er viele.Die ganze Stadt lebte in großem Bangen vor dem allgemeinenInterdikte, welches der Drohung des Papstes gemäß schon baldüber sie verhängt werden sollte 70 . Es kam soweit jedoch nicht.Der Herr", meldete 71 Delfin seinem bischöflichen Freunde froh-lockend,ließ es in seiner Güte und Barmherzigkeit nicht zu, daß