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Jedoch produciren auch diese Lagen, wenngleich nicht so aus-schliesslich wie die eigentlichen Hochgevvächse, äusserst edle Weine.Ihnen folgen an durchschnittlicher Güte und Werth: Eltville,Hallgarten, Kiedrich, Schierstein (Höllenberg), Mittelheim, Walluf,Eibingen und Lorch, letzterer Ort einige Stunden weiter rheinabgelegen, weisse und rothe Weine bauend. —
Der Rheingauer hat begreiflicher Weise nur Interesse fürseinen Weinbau, danach bemisst er Alles. Das Jahr geht ihmhin in Befürchtungen und Berechnungen für die nächste Lese.Den Wohlstand des Einzelnen taxirt er nach dem Quantum Wein,„das er macht!" Ein gutes Jahr und der Rheingauer ist, „ausdem Rheingau", — in einem schlechten nur „aus dem Rhingga!"Ja, selbst die Glocken seines Kirchleins läuten Wein! „Beraumvinum" klingt es ernst nnd feierlich — „Vinum malum", wennder Glockenton kurz und gellend und der Wein nicht sonderlich.Kleine Glöckchen verkünden schlechten Wein, denn sie rufen:Bämpelwein! Bämpelwein! Bämpelwein! Gute Glocken aberläuten in Hattenheim, Geisenheim und Rüdesheim.
Drei Zecher zechten in Hattenhejim:
„Ihr Brüder genug; jetzt ziehen wir heim!"
So sagte der Erste. Der Zweite sprach: „Heim?
Wohlan, dann zieh'n wir nach Geisenh ei'm!"
Und als sie zechten in Geisen^h eim,
Begann der Zweite: „Ihr Zecher, kommt heim!" —
„■Wahrhaftig, wir müssen nach Rüdes heim" —
Tollendet der dritte den weinduft'gen Beim.
Und wandernd von einem zum anderen Heim
Sie kamen nach Haus nicht, doch kamen sie — heim!
(F. Hey'l.)
Auf dem linken Rheinufer, dem Rheingau gegenüber, wachsendie rothen Ingelheim er, im Allgemeinen leichter als dieAssmannshäuser Rothweine, in neuerer Zeit viel zur rheinischenund selbst zur französischen Schaumweinfabrikation verwendet.
Der Wein ist mild und feurig zugleich und seiner würzhaftenSüsse halber sehr beliebt. Jedenfalls nimmt er als Rothwein diezweite Rangstufe unter den deutschen Weinen ein.
Die Rheingau-Weine, und zwar die aus der Riesling-Traube gewonnenen, zeigen in ihrer Jugend eine sehr helle,
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