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und zum Zwecke auserlesener Geschenke an befreundete Höfereservirr. Minder edle Sorten, nicht ausgesprochene Cabinets-weine, wie auch diese selber, werden auf öffentlichen Auctionenversteigert.
„Held von Johannisberg! Apostelgleich
Kommt er, ein Sühnungsbote hergeschritten,
Ein Insass aus dem tausendjähr'gen Keich
Mit ew'ger Stärke, wunderbaren Sitten.
Sein göttlich Auge strahlt so mild und stark! —
Vom Jünger, der für Liebe nur gestritten,
Tragt er den Namen —" (Wolfg. Müller.)
Ihm gleich an Werth und gelobtem Namen steht der Stein-berger. Er gedeiht auf einem Flächenraum von etwa 80 Morgen,in der Nähe der bekannten Weinorte Erbach, Hallgarten undHattenheim, ungefähr eine Stunde vom Rhein entfernt. Auchdieser Wingert (Weinberg) ist von geistlichen Herren, den Mönchendes Eberbacher Klosters, etwa im Jahre 1177 angerodet wordenund steht jetzt unter preussischer Domaineverwaltung. Einzelnekleinere Abtheilungen des Steinbergs heissen: Kosengarten, goldnerBecher, Plänzer, Zehnthäuschen.
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„Seht, im Herzogsglanz
Rückt der vom Steinberg an, bewusot, bedächtig,Den Helm umblüht ein stolzer Siegeskranz,Sein "Wesen ist wie eines Fürsten prächtig,Sein Wort erklingt, als ob er stets gesiegt,Sein Auge glühet herrschend, dunkel, mächtig I"
(Wolfg. Müller)
Der bedeutende Ruf den sich der Steinberg für seine Cres-cenzen errungen, gründet sich auf die treffliche Bewirthschaftungwelche er von jeher erfahren, während in neuerer Zeit die Natur-wissenschaften dem strebsamen Weinzüchter überall die Mittelbieten, den Weinbau rationell zu betreiben.
Der dritte im Bunde ist der Eau enthaler, kernhaft, kräftigund von ausgesuchtem Bouquet (Geruch). Er wächst in derUmgebung des Winzerdorfes Rauenthal, hauptsächlich in denBerglagen nach Eltville zu, dessen Bewohner auch stark in derGemarkung Rauenthal begütert sind.
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