zurückgeschoben, die tiberragenden Gebirge mit dichtbestandenenEichen- und Buchenwaldungen umsäumt, schützen das Weingauoder Rheingau vor den schädlichen Winden aus Nord und Ost,und die Sonne, deren die Bebe mehr denn jede andere Pflanzezu ihrem Gedeihen bedarf, fällt voll und mächtig auf den schiefe -rigen Boden der am Ufer hingelagerten Weingemarkungen.
Das Rheingau gilt als die Hochjschule des Weinbau's; eszieht hauptsächlich weisse Weine. Nirgends versteht der Winzerin gleicher Aufopferung und Sorgfalt dem Boden abzuringen, waseine gütige Natur ihm verliehen. Arbeit und heisse Mühe kostetder Bau der Bacchusgabe, klingende Opfer sind oft nicht seltennutzlos verschwendet und häufige Missjahre erschüttern den Wohl-stand der Weingegenden oft auf lange. Nicht immer lacht derWeingott gnädig auf den geplagten Winzer herab, wie sich diesaus den folgenden Erhebungen, deren die Königliche Regierungzu Wiesbaden alljährlich über den Anbau und den Ertrag derin ihrem Verwaltungsbezirk gelegenen Weinbergs-Ländereien an-stellt, deutlich ergibt. Nach diesen Ermittelungen zeigt sich, dassdie Anbaufläche von Weinbergen im Regierungsbezirk Wies-baden innerhalb der einzelnen Jahre nur geringen, die Erträgederselben dagegen sehr erheblichen Schwankungen unter-worfen sind, denn es waren:
J
1
1: I
= ;
IVeinland im Ertrag Darauf wurden geherbstet
Hectar: Stück(äl200 Liter):
2,829 7,024
2,816 10,924
2,802 6,256
2,-855 5,152
2,975 3,118
2,966 1,077
2,944 1,204
2,880 5,640
Mithin sind von einem Hectar durchschnittlich geherbstet worden:
indenJahren: 1874 1875 1876 1877 1878 1879 1880 1881
Hectoliter: 29,8 46,5 26,8 21,7 12,6 4,6 4,9 23,5
Weinland
Hectar:
1874:
3,516
1875:
3,494
1876:
3,482
1877:
3,483
1878:
3,523
1879:
3,571
1880:
3,519
1881:
3,585