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Beiträge zur Geschichte von Wissel und Grieth und zur Genealogie niederrheinischer Geschlechter
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Camp gekommen ist. Das Vorwort zu dem genanntenVerzeichniss bemerkt ausdrücklich, dass man sich indemselben strikte an der Autorität und Schreibweiseder Vorväter gehatlen habe. In eben jener Zeit warenin der Xantener Kirche die Gebeine eines Märtyrersaus der Thebäischen Legion und der Gesellschaft desh. Viktor durch den Erzbischof von Köln gefundenund an Kloster Camp jedenfalls nicht ohne Zustimmungdes Xantener Dechanten und Kapitels geschenkt wor-den. Dieser Dechant Namens Wilhelm war aberzugleich Propst von Wissel und bezeugte inseiner letzteren Eigenschaft den Akt, wodurch dasClevische Haus im Einverständniss mit dem KölnerErzbischof die grosse Insel Hoen zwischen Wissel undRees 1188 an das Kloster schenkte. Der Dechant wardemnach dem Kloster Camp gewogen; wird er alsPropst von Wissel der Gräfin Aleidis, die zu den be-sonderen Wohlthätern des Wisseier Stiftes zählte, fürdie Kapelle in Camp nicht gerne eine Reliquie des h.Luthard geschenkt haben? Diesen Fall angenommen,wäre die Reliquie kaum 300 Jahre nach dem TodeLuthard's nach Camp gekommen, und wäre man be-reits damals von der Heiligkeit des Luthard in Wisselüberzeugt gewesen.

In der Stiftskirche zu Wissel selbst wurdedas Fest des h. Luthard um die Mitte des 15. Jahr-hunderts als ein Fest erster Klasse mit Octav gefeiert.Albert op den Kelre notirt nämlich in dem von seinerHand 1460 geschriebenen oder vielmehr abgeschrie-benen Kalendarium der Wisseier Kirche am 15. Sep-tember mit rother Tinte: Festum Luthardi ComitisCliuensis patroni et fundatoris ecclesie inWisschel et dividentur inter presentes VIIIscuta und am 19. September: Hie antieipaturoetava Luthardi, wahrscheinlich weil die Octav