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Beiträge zur Geschichte von Wissel und Grieth und zur Genealogie niederrheinischer Geschlechter
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ganz gewiss dem Propst Swartkop, der auch wohleinen Theil des Deficits nach dem Guss der Glockegedeckt hat, zuzuschreiben. Thatsächlich erhöhte erdie Clemensfeier in der genannten Stiftskirche zueinem Fest erster Klasse. Taufen liess er die fürKellen bestimmte Glocke mit dem Namen desPatrons der dortigen Kirche. 1

Nach allgemeiner Annahme existirte demnach imachten Jahrhundert in Wisset eine Kirche, die um864, wie die Xantener, durch die Normannen zerstört,oder durch die Hoehfluth von 860 2 abgetrieben, oderüberhaupt durch den Stifter des dortigen Kanonikatesdurch eine neue und grössere ersetzt worden seinmag. Das gemeinsame Leben der Geistlichen an denbischöflichen Kirchen hatte im Fränkischen Reich aufder Aachener Reichstags-Synode von 816 die förm-liche Sanction der Kirche und des Reiches erhalten.Kaiser Ludwig I. hatte durch den Diakon Amalariusvon Metz eine umfassende Anweisung zu diesem Lebenausarbeiten lassen, die in Aachen genehmigt und allenBischöfen zur Ausführung empfohlen wurde. Mit einergewissen Begeisterung wurde das Institut nicht blossan den bischöflichen Kirchen, sondern auch in Pfar-reien eingeführt. Fränkische Grosse, insbesonderesolche, die sich die Gunst des Kaisers erwerben odererhalten wollten, konnten leicht auf den Gedankenkommen, in Ortschaften, die ihr Interesse erregten,kleinere Kanonikate zu errichten. In dieser Lagemögen Graf Eberhard und sein Sohn Luthard alsGaugrafen (missi) gewesen sein, wobei es uns gleich-gültig erscheint, ob Beide in das Gebiet von Neussund ihre Frauen etwa in das von Cleve gehörten oder

1 Schölten, Cleve 292, 442 u. 443,8 Holl. Kronyk f. 87.