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Aus dem alten Münster : Erinnerungen, Skizzen und Studien
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schaften um die Kirche entstanden sind. Dorfhändler und Dorf.Handwerker fanden sich schon vor. Für Münster ist es wohlsicher, daß die Landwirte einer oder mehrerer Großbauern»schaften nicht zusammengedrängt worden sind. Vielmehr istzu untersuchen, inwieweit sich die Wirtschafte« und Rechts»Verhältnisse der vier Großhöfe erhalten haben. Wie stand esmit der Haltung von Nutztieren, wie um den Ackerbau?

Für das erste ist für Pferde und Rindvieh Recht zumWeidegang auf Ländereien (wenn auch nicht unbedingt) er-forderlich. Die Haltung von Reit» und Wagenpferden warin jenen Zeiten für jeden beschleunigten Personen» undWagenverkehr, die — erst durch die Eisenbahn und Auto»mobile beseitigte — Voraussetzung des Lebens. Das galt nichtnur für die Fernkaufleute, auch für viele Bürger, für einenTeil der Geistlichkeit, wie für den Bischof und die in derStadt wohnenden Archidiakone. Auf der Domimmunitäthatten einzelne Domherren Stallungen. Der zweite Patronder Kapelle am Michaelistor war der heilige EligiuS, der alsHufschmied von seinen Berufsgenossen verehrt wurde.

Die Versorgung mit Milch machte das Halten von Rind»vieh zur Notwendigkeit. Der münstersche Viehhandel warrecht beträchtlich. Schweine wurden in allen Städten gehaltenund gemästet. Im Lande der geräucherten Schinken wohlnoch mehr als anderswo. Ich fand an unerwarteter Stellefür sie rühmliche Zeugnisse. Ravensburger Feinschmeckerbezogen nicht nur in Valencia, der im nördlichsten Anbau»gebiet des Zuckerrohres gelegenen Stadt, für ihren Tischkandierte Südfrüchte, sondern Onofrius HumpiS bestellteauch 1478 auf der Frankfurter Messe für „l fl. Westfaeluschama", ebenso 1 503 Wilhelm Geldrich „2 woesch hama", diegut seien. Die münsterschen Schweine werden wohl kaum jein einem Musterstalle gehalten worden sein, aber die zahl» >

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