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Schreiberei, dem Archiv und der wichtigen Finanzbehörde,dem Grutamt, Raum. Die Zusammensetzung der Grut fest»zustellen ward mir durch einen glücklichen Fund möglich. DasGrutamt war eine reiche Einnahmequelle. Der Name rührtvon der altsächsischen Biersorte her, aber auch die fremdenund neueren Sorten unterstanden ihm. Die Akzise auf Weinund andere Sachen stand dem Weinamte zu. Auch das Ge-fängnis wanderte in diesen Raum hinter dem Rathause ab,da lag außerdem an Stelle der einstigen Synagoge der Rat«stall. Der Name Syndikatgasse weist auf die einstige Dienst«wohnung des Stadtsyndikus, später des Stadtrichters hin.Abgewandert waren Stadtkeller und Stadtlegge, die derPrüfung der Hauptausfuhrware, des Linnens, diente. Heutesteht an ihrer Stelle, ihre schöne Architektur festhaltend, dasVerwaltungsgebäude. Seit 1661 bezogen am Rathauselandesherrliche Soldaten die Hauptwache. Ein Zeichen desSieges über die Stadt.
Nur eine vom Rate entwickelte Behörde, das Schau-haus, in dem die übrigen Waren außer Linnen und Lebens-mittein geprüft wurden, wanderte auf den Alten Fischmarkt(Nr. 27). Dort wurde das Schauhaus der Sitz der jüngerenBehörde — der Gesamtgilde. Im Rathaus und Schauhausverkörperten sich die Gegensätze zwischen den Geschlechtern,die zunächst noch die Leitung der Stadt ausschließlich inHänden hatten, den Nachkommen der alten Kaufmanns-familien, die Fernhandel trieben und erblich den Rat alleinbesetzten, einerseits und den l 7 Gilden der Gewerbetreiben-den und Handwerker andererseits. Die Kämpfe waren hart.Ein münsterscher Chronist des l 6. Jahrhunderts nennt dasSchauhaus „die Synagoge des Satans". Die Häuser dereinzelnen Gilden waren über die Stadt zerstreut, doch dievornehmste Gilde suchte den Schatten der Lambertikirche.
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