Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte.
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urteilen; man hatte die oberste Verwaltung — Hess aber■die Herren ruhig weiter im kleinen regieren. Es ist dochklar: bei einem solchen System ist eine Auflehnung un-denkbar, die guten Leute glauben im alten zu leben undwerden doch ins neue gezwungen. Die deutsche Viel-staaterei machte diesen Weg gangbar. Einst kommt dieStunde — und die französische Revolution brachte sie —wo diese alten Gewalten als überflüssig und widersinnigzusammenbrechen. Langsam war der französische Inten-dant der populärere Beamte geworden.
Mit tiefer Besorgnis muss man sehen, dass in dem be-setzten Gebiete die Alliierten heute enorme Mittel in derHand haben, die Geister zu beeinflussen. Das Nähere habeich nicht auszuführen. Nun treten die Alliierten auch alsWohltäter auf und die Arglosen danken ihnen und ver-gessen dabei, dass eine der Grundursachen ihrer grossenNot der härteste Diktatfriede ist, dem sich in der Welt-:geschichte — milde gesagt — nur wenige an die SeiteMeilen können. i
Wir stehen vor den allerernstesten Dingen. Englandwird wohl dereinst seine Stellungnahme bei Kriegsausbruchgründlich bereuen; es war ein Abfall von jenem Grund-dogma englischer Politik, es war eine Rückkehr zu derPolitik der letzten Stuarts. Die verloren darüber ihreKrone. Wird England in der Gegenwart abermals seinemwahren unvergänglichen Interesse ins Gesicht schlagen?
Jedoch weiter diesem Gedanken zu folgen, würde überden Rahmen des Themas schon hinausgehen. Dem ernstenHistoriker ziemt nicht die Kunst der Üeberredung, nicht
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