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Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte
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das Ergreifen des Gemütes, es galt schmuklos und ernstdie Tatsachen dem prüfenden Verstände vorzulegen.

Jedoch eines kann ich mir nicht versagen: die Wortezu wiederholen, die ich an anderer Stelle ausgesprochenhabe *). In den Stürmen und der Bedrängnis unserer Tageist uns eins klar geworden. Der Gedanke an die deutscheEinheit hat die Stürme überdauert; ja er ist gewachsenund wächst stündlich. Die Geschichte, die Natur, dieSprache, die Denkungsart, Körper und Seele, und unserRheinstrom machen uns zu Deutschen, zu Gliedern einesedlen, jetzt schwer kranken, eines einst so starken und jetztso schwachen Volkes, eines Volkes, das sich jetzt von derWelt nicht selten in absichtlicher Bosheit verkannt siehtund an manchem irre geworden ist, was ihm einst dasBeste erschien, das sich aber wieder emporheben wird, sowahr es eine Gerechtigkeit gibt, sich zum Heile und derWelt zum Segen.

Es ist leicht, einem siegreichen Volke anzugehören.Wir aber wollen dem niedergeworfenen Vaterlande die'Treue geloben und bewahren und damit uns in der Weltwieder Achtung, Ehre und Macht gewinnen. Treu wollenwir sein bis zum Tode und alle edleren Angehörigen frem-der Völker werden das zu ehren wissen.

*> Fürstentum und Rinheitsltaat in der dcutfthen GefthidtteOtto Liebmann.

Berlin 1922. Verlas

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