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Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte
Entstehung
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Schulte

Um

tei (Köln voran). Das Dogma war im Wesen Englands be-gründet. Es wirkte hinüber rheinaufwärts bis Trier, bisMainz, allenfalls bis in die Pfalz. Aber für das Elsass, fürStrassburg hat sich die englische Politik nie mit Festigkeiteingesetzt. Da hörten die englischen Interessen auf, und. so ist es dann dazu gekommen, dass die französischeOffensivfront von 1648 an am Rhein sich festsetzenkonnte.

Aber noch etwas anderes haben wir wohl zu beachten.

Die französische Politik hat die Annexionstechnik seitJahrhunderten aufs Höchste ausgebildet. Wenn ein Rei-sender von aussen sich dem königlichen Frankreich näherte,,so fand er zuerst einen deutschen Fürstenhof, der sich alsBundesgenosse jenem angeschlossen hatte. Ein französi-scher Gesandter beeinflusst die Politik, zahlt die Subsidien..Das geht unter dem Namen „Libertät", „Freiheit der deut-schen Fürsten". Dann kommen die Gebiete noch vorwärtsder deklarierten Grenze, die von beiden Parteien aner-,kannt ist. In diesen Landen kamen Sanktionen, Reunionen rAusdehnung einzelner Hoheitsrechte usw. zusammen.Das ist der zweite Grad der Abhängigkeit. Jenseits derdeklarierten Grenzen schonte Frankreich aber auch nochalte Regierungsgewalten, ja hegte sie, um durch sie dieUntertanen zu erziehen. Diese halb indirekte Verwaltungvon IOO Jahren machte das Elsass reif für Frankreich.Dieses hatte die Militärhoheit — es gab keinen deutschenSöldner mehr an den Höfen von Zabern und Buchs-weiler; man hatte die oberste Justiz — in den Tiefenaber Hess man die deutschen Richter über Bagatellsachen

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