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Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte
Entstehung
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Schulte

fältig nach der Rheingrenze geschieden? Ich lege hier denschliesslichen Zustand von 1789 zugrunde. Rittlings desRheines liegen das preussische Herzogtum Cleve, die kur-pfälzischen Herzogtümer Jülich-Berg, Kurköln, Kurtrier,Katzenelnbogen-Hessen, Nassau-Saarbrücken, Kurmainz,die Bistümer Worms und Speyer, die Kurpfalz, im fran-zösischen Elsass lagen Gebiete von Hessen-Darmstadt,Baden, rechtsrheinisch auch Gebiete des Bistums Strass-burg, und zu dem oberbadischen Gebiete der Habsburgerhatte vor 1648 der grosse oberelsässische Besitz gehört undvon dort, von Ensisheim aus, wurden beide Gebiete ver-waltet. Es hat natürlich Herrschaften gegeben, die nur aufdem einen Ufer Rechte hatten, aber sie gehören alle derGruppe der Miniaturstaaten an, die ein Unfug, aber eineheilige Verlassenschaft waren, sie sind Fetzen gewesen ander Karnevalsjacke des hl. römischen Reiches deutscherNation.

Am Rheine entlang entstanden dann starke Staats-persönlichkeiten, die in der Bevölkerung tiefe Wurzelnfassten, und für die auch nach dem Zurücktreten der Dyna-stien die Bevölkerung sich einsetzt. Eine bedeutsame Tat-sache war die Stellung der Kurpfalz mit den Höfen vonDüsseldorf und Mannheim gewesen. .Das war eine engeVerbindung zwischen Ober- und Niederrhein und nicht nurauf dem Gebiete der Verwaltung, vor allem auch auf demder Kunstpflege: Mannheim wie Düsseldorf verehren JanWillem, und der bayerische Erbe erhielt als Grundsteinder alten Pinakothek den Schmuck von Düsseldorf undMannheim zugleich.