Der Rhein und seine Funktionen in der Geschidite.
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Nicht nur für dieses engere Gebiet von Emmerich bisBasel gilt es, dass kein Haus sich im Rheine spiegelt, dessenBewohner durch die Jahrhunderte hindurch nicht sicheines deutschen Dialektes bedient haben; das gilt heutevon der Rheinmündung bis Ems oberhalb Chur. An dem•obersten Laufe hat freilich die deutsche Grenze sich aufKosten des Romanischen ausgedehnt und unterhalbEmmerich ist der Dialekt eine Schriftsprache geworden,eine abgesonderte Sprache entstanden. Es gibt wohlkeinen Berg, der nichtdeutschen Bewohnern gehört, vondem aus man die Fluten des Rheines erblicken könnte,man müsste denn die Alpenberge von Chur besteigen.Es ist ein in der Geschichte unerhörtes Vorgehen, von derNationalitätsidee zu reden und zugleich den Rhein alsGrenze zu fordern, an dem Haus für Haus nur Deutscheund Nachkommen von Deutschen sitzen und nur solche.876 hat Karl der Kahle an die Rheingrenze gedacht, erward bei Andernach geschlagen. Seit 900 unterstandendie Gebiete rechts und links vom Rhein wieder einemGebieter. 923 schloss sich dann das Reich Lotharingiendem Deutschen Reiche an, und die Zeit des Schwankenszwischen West und Ost hörte 925 auf. Das weite Gebietdieses Reiches war dann für Jahrhunderte mit Deutschlandverbunden. Die französische Ausdehnungspolitik fanderst 1648 die Möglichkeit, im Rheine, und zwar im Elsass,dauernd französische Rosse zu tränken.Es gibt kein klareres Recht auf Erden, alsdas der Deutschen auf denRhein. Waren nunin den Zeiten des alten Reiches etwa die Territorien sorg-
Schulte, Der Rhein und seine Tu iktioncn. 2