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Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte
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Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte.

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Es ist ja natürlich wahr, dass das Kulturleben durch dieKleinstaaterei sehr zersplittert war und sich das in denStaaten des 19. Jahrhunderts fortsetzte. Man muss dabeiaber auch etwas hervorheben, was bedeutsam genug ist:die scheinbar völlig verschiedenen Elemente der Pfälzerund der Alemannen in Baden, der Rheinhesse und dervom Vogelsberge lebten sich sehr ineinander ein, wiewohlder Gegensatz nicht unterging. Doch zu Einfacherem zu-rück. Die früheren Jahrhunderte kannten einen-grösserenOrtswechsel nicht für den Bauernstand, in bescheidenemMasse für das Handwerk und die Kaufmannschaft, für ein-zelne akademische Berufe mehr, für den Richterstand aberund den Klerus fast gar nicht. Selbst in den nationalen Ein-heitsstaaten sah es sehr ähnlich aus. Das lag in der Natur derDinge begründet. ' Die zweite Hälfte des 19. Jahrhundertsbrachte den vollen Umschwung, und in unseren Tagenherrscht zudem in der Jugend wie bei vielen modernenMenschen die bedauerliche, ja äusserst gefährliche Lehre,der Mensch solle frei sein von den Banden des Elternhauses,der Jugendfreunde, der Heimat - - er solle sich auf sichselbst stellen. Es ist also eine starke Vermischung derBevölkerung vom Oberrhein und Niederrhein erst seit 1870im Zuge. Ein Ausscheiden einer Bevölkerung nach demWohnorte der Grosseltern usw., wie~es im Elsass geschah,führt zu grotsken Ergebnissen. In einzelen Ständen voll-zog sich allerdings schon früher eine bedeustame Ver-schiebung — aus politischen Gründen: Verlegung derFabrikation aus dem Bergischen auf das damals fran-zösiche linke Rheinufer; aus religiösen Motiven: fast

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