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die beiden Rheinufer als zueinander gehörig, als die vonder Natur aufeinander angewiesenen Landschaften.
Wann ist denn nun der Rhein eine politische Grenzegewesen? Unter Cäsar. Aber fanden die Römer es nichtfür richtig, in Köln und Mainz Brücken über den Strom zulegen, das Land der Mattiaker und, später von Rheinbrohlan vor der provincia Germania superior und der Donaupro-vinz, die Lande der agri decumates einzufangen und denWinkel zwischen Rheinlauf und Donaulauf von unterhalbder Lahn bis nach Kehlheim an der Donau einzuschliessen?Diese römische Politik verurteilte den Rhein als einebrauchbare Grenze. Der Vertrag von Verdun (843)stellte den Rhein als Grenze wieder her, aber nur zueinem Teile, denn die Bistümer Speyer, Worms und Mainzblieben ganz beim Ostreiche. Oberhalb Hagenau und vonBacharach bis zur Erftmündung war der Rhein die Grenze,dann verlief sie auf dem rechten Rheinufer nach Norden.In Verdun wurden der fränkische Stamm wie der schwä-bisch-alemannische aufgeteilt, auf die Sprache wurdekeine Rücksicht genommen.
Ich rede hier zum ersten Mal von den Stämmen. Inunserm Gebiete sitzen seit weit über 1400 Jahren nurdeutsche Stämme und gleichmässig gehen die Schwabenwie die Franken über den Rhein weg, ja ebenso tuen esdie heutigen Dialektgrenzen, in die freilich der Rheinhie und da kleine Abtönungen hineinbringt. Aber dieRegel ist: längs des Rheines schreiten die oberländischenEinflüsse fort, am stärksten am Rheine selbst, .in denFlanken langsamer. Auch die Sprache verbindet die Ufer.
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