Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte.
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Iothringen. Die Einheit des deutschen Staates hatte in denBischöfen und Erzbischöfen kräftige Vertreter, und allerheinischen Bischöfe hatten ein Interesse daran, dass derRhein nicht zu einer Staatsgrenze wurde. Und in denZeiten der Ottonen wie der Salier war es Grundsatz derdeutschen Herrscher, zu Bischöfen meist nicht Diözesan-angehörige zu ernennen, sondern Ortsfremde, oft weithergeholte. Nur eine solche Politik deckte sicherCambrai, Metz, Toul und Verdun. Und wenn man dieNamen der Kölner Erzbischöfe sich ansieht, so waren diegrössten die Ortsfremden. Biomo ein Sachse, der hl. Annoein Schwabe, der hl. Heribert aus Worms, Piligrim einBayer. Das wurde freilich nach dem Wormser Konkordateund nachdem sich das Wahlrecht der Domkapitel durch-gesetzt hatte, anders. Aber noch von 1577 bis zum Todevon Kardinal Melchers war kein Rheinländer Erzbischofvon Köln, und die Listen von Mainz und Trier zeigen auchnoch, dass die Hälfte nicht von Jugend an dem Bistumeangehörte. DierheinischeKirchewarimaltenReiche ein einigendes. Band, zeitweise dasstärkste.
Bei der kirchlichen Einteilung wirkten sicherlich alteUeberlieferungen mit. Aber bei der Einteilung derOrdensprovinzen fehlen sie, sie regulierten sich nach demBedürfnisse. Nur die seit den Bettelorden aufkommendenOrden und Kongregationen kannten Ordensprovinzen.Aber auch da die überraschende Tatsache: die Ordenkannten den Rhein n i c h t als Grenze! Mit anderen Wor-ten: das räumlich organisierte kirchliche Leben betrachtete