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Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte
Entstehung
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Schulte

sion für ihn, freilich nicht ohne Gegensätze und Eifer-süchteleien. Der Rhein gedeiht am besten, wie die Ge-schichte zeigt, in einem Einheitsstaate, aber auch so ister der am stärksten benutzte Strom der Erde, von derThemsemündung abgesehen. Der Rhein ist unserNährvater!

War der Rhein aber eine politische Grenze und warer dazu brauchbar? Ich bin erstaunt gewesen, was füreinen geringen Grad von Objektivität das grosse neueWerk von Gabriel Hanotaux: Histoire de la Nation francaiseim I. Bande (von Brunhes) bewährt. Nach ihm war derRhein keltisch, dann, wenigstens zum Teil, französisch. Inmeinem Buche: Frankreich und das linke Rheinufer habeich gezeigt, dass alle 9 rheinischen Diözesen über denFluss hinweggehen, nur von dem Südende der badischenOrtenau an trennte der Rhein die Bistümer Basel und, Kon-stanz. Da könnte man nun sagen, die linksrheinischenBistümer hatten rechtsrheinische Missionsgebiete. Aberauch die Archidiakonate habe ich bis Bingen aufwärts ver-folgt, sie gehen zumeist über den Rhein hinweg. Selbstbei zwei Pfarreien habe ich das nachgewiesen. Aberman muss diese kirchliche Einteilung in einen noch wei-teren Rahmen stellen. In Deutschland decken sich dieStammesgebiete nicht mit den einst politisch so wichtigenMetropolitanbezirken, nicht einmal in Bayern war das völligder Fall. Der rheinische Metropolit von Köln war in Nieder-lothringen und im friesisch-sächsischen Gebiete interes-siert, Mainz auch in Sachsen, Ostfranken, Böhmen, Bayernund Schwaben. Trier war die Metropole für Ober-

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