Der Rhein und seine Funktionen in der Gesdiidite.
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Jeder staatlichen Auflockerung dieser Gebiete stehen vomdeutschen Standpunkte aus die ernstesten Bedenken ent-gegen.
Das rheinische Leben blühte in den Tagen des deut-schen Einheitsstaates. Aus den Tagen der Karolingerliefern die Beweise Ermoldus Nigellus und das ZollprivilegStrassburgs zu Duurstede im Rheindelta für den Talver-kehr und die Ansiedlungen von friesischen Kaufleuten, diebis Worms hinaufreichen, für die Bergfahrt. Für diespäteren Zeiten die Strassburger Gasse in Köln, die Namenvon Kölnern in Strassburg. Mit der Auflösung Deutsch-lands in Territorien unter Kaiser Friedrich II. setzen dieschweren Klagen über die Rheinzölle ein. Ich habe fürdas obere Gebiet von Laufenburg bis Mainz im Spätmittel-alter 29 Zollstätten nachgewiesen, die freilich nicht allegleichzeitig wirkten, aber über 20 blieben es doch. DerZollunfug war so toll, dass der Kaufmann lieber Land-wege einschlug, bis auch auf ihnen die Zölle den Verkehrverteuerten. Nur e i n deutscher König, Albrecht I., wagteden Kurfürsten gegenüber einen energischen Schritt,seine Ermordung machte ihn hinfällig. Der Egoismus derLandesherren, der Kurfürsten voran, erreichte schliesslich,dass der Verkehr sich Weser und Elbe zuwandte. Einegrosse Strompolitik kannte zuerst Brandenburg-Preussen,das Kanäle schuf, Zölle und Stapelrechte beseitigte unddem Oderhandel ein starkes einheitliches Leben gab.Unter Napoleon kam wieder einiges Leben in den Rhein-verkehr, aber das Stapelrecht wurde nicht gebrochen, undseitdem sorgte die internationale Rheinschiffahrtskommis-
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