einem auf seine Hilfe rechnenden Staate 'dieselbe nichtrechtzeitig und nicht ausreichend bringen kann. 1830 warendie Holländer die Getäuschten, 1915 sind es die Belgier!
Die drei absolutistischen Ostmächte wie das parlamen-tarisch regierte England kamen darin überein, daß die Fehlerdes Königs der Niederlande wie die des Königs Karl X. einevollständige Wiederherstellung des alten inneren Zustandesin Belgien und Frankreich unmöglich machten. Zwar hätteder Zar Nikolaus I. vor allem in Belgien die Restaurationherbeigeführt, er, der sich als der Kämpe der Gegenrevolutionfühlte und prizipientreu bis zur Hartnäckigkeit war, er, derstets für den Angriff bei der Verteidigung gegen die Revolutionwar, war aber am weitesten vom Schusse. Die Wirkung derPrinzipien nimmt mit der Entfernung steigend ab. Das zeigtdas Los von Polen und Belgien! Der russisohe Vizekanzlerund die Botschafter in Paris und London wirkten dahin, dengrundsätzlichen Haß des Zaren gegen den Bürgerkönig unddas revolutionäre Belgien, gegen die in ihnen wirkende Revo-lution abzuschwächen M ). Hatte er den Bürgerkönig an-erkannt, so wollte er doch die Rechte des Hauses Oranien inBelgien nicht untergehen lassen. Oraniens Rechte und derGegensatz gegen die Revolution trieben den Zaren, der wenigeJahre zuvor seinem Freunde, dem streng legitimistischenKönige Karl X., vielleicht gemäß dem Polignacschen Planeder Verschiebung aller Grenzen den Erwerb Belgiens zu-gestanden hätte.
") Marl
e n s, Recueil
des traitös
et Conventions
conclus
par
la Russie avec
les puissances
etrangeres.
Te. 4, 8, 11, 15
1878—1909.
Vor allem ist
hervorzuheben
das politische Glaubenbekenntnis
des
Zaren 8, 167—
70 und die Niederschriften 8, 197 und 200.
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