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2 (1923)
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253
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Längenmaße. Gewichte

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Maß und Gewicht. Es gilt also zunächst den Zustand bei Endeder alten Zeiten festzustellen.

Augsburg.

Frankfurt.

Nürnberg.Ulm.

LeichtgewichtSchwergewichtLeichtgewichtSchwergewicht

Nach den Angabenbei Noback für*dasEnde der Be-nutzung

47,2423 Kilogramm

49,0874

46,7914

50,534

50,9996

46,88

Nach Angaben Medersim Vergleiche zu demvorläufig als fest an-genomm. Nürnberger

48,955 u. 49,034

50,9996

46,916

Es ergibt sich also, daß, da damals Frankfurter und Nürnberger Ge-wicht zum großen Vorteile beider Städte identisch war, entweder Frank-furt das Gewicht erleichtert oder Nürnberg erhöht hat. Da nun aber dieAugsburger und Ulmer Gewichte, die aus Meder auf Grund des ange-nommenen Nürnberger Wertes sich ergeben, mit den späteren Zahlen an-nähernd übereinstimmen, was auf die TTngenauigkeit der MederschenVerhältniszahlen zurückgeführt werden kann, so steht auf der einen SeiteFrankfurt, auf der anderen Augsburg ,Ulm und Nürnberg. Da ist eher eineFrankfurter Wertänderung anzunehmen als eine gleichmäßige oder fastgleichmäßige in Augsburg, Nürnberg und Ulm. Das dürfte doch dazuberechtigen, das Nürnberger Gewicht (50,9996) als beständig anzu-sehen und der folgenden Untersuchung zugrunde zu legen.

Zunächst ist nun das Genfer Gewicht zu untersuchen, da Borel 1dafür genaue mittelalterliche Angaben zu machen scheint.

Genf. Vor der Eevolutionszeit gab es a) ein Schwergewicht, das U= 550,6941 Gramm, b) ein Leichtgewicht, das U = 458,9117 = Seiden-gewicht von Lyon. Borel gibt für a) 550,690 an, hier Hegt also wohl Klar-heit vor. Auch Meders Eelation stimmt dazu, sie ergibt für Genf unterZugrundelegung des Nürnberger Gewichtes 550,66 Gramm. Meder gibtweiter eine Beihe von nicht ganz genauen Vergleichen. Danach waren vomGroßgewicht 100 U in Nürnberg 109V 2 % oder 10 ° Nürnberger = 91,3 UGenfer schwer, vom Kleingewicht 100 t& in Nürnberg 9091 % oder100 Nürnberger == 110,5 U Genfer leicht. Anders steht es bei b). Borelgibt dafür den Wert von 489,50 an. Damit stimmen aber weder dieMederschen Belationen noch das spätere Leichtgewicht überein. DiesesGewicht wurde offenbar später leichter hergestellt.

Für Venedig gibt Mazzi 2 als Wert der libra grossa 476,9990 und fürdie libra sottile 301,2297 Gramm an. Er legt für das Mittelalter den Zu-stand am Ende der Bepublik zugrunde. Die Medersche Eelation für dasGenfer schwere Pfund ergibt für das kleine Pfund von Venedig 301,74Gramm, was doch leidlich stimmt, eine andere Nürnberg-Venedig fürdasselbe Pfund 301,92 Gramm, eine dritte 305,9976. Für das große Pfund484,49. Das Büchlein von Pasi lernt man nach genauem Studium sehrgering werten. Die Angaben über dieselbe Eelation stimmen oft nichtmiteinander überein. Und unsere sichersten Eechnungen führen irre.Wenn ich die Angaben für Aquila fol. 118 berechne, so kommt 0,21516

1 Les foires de Geneve 249. 2 Archivio storico lombardo 38, 1, 19.