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2 (1923)
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207
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Nadeln. Bleche

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Stecknadeln (gluffa oder spaella 1 ) kamen nach Valencia undSaragossa aus Flandern.

Man führte verschiedene Sorten. Der Markt war in Valencia zeitweiseüberfüllt, dann schickte man nach Saragossa. 2 Kisten galten schonals erhebliches Quantum, 6 als Übermaß. 2 Auch die eine Kiste Nadeln,die 1503 nach Valencia kam, stammte aus Flandern.

Für die deutsche Herkunft von Nadeln spricht es auch, daß AndreasSattler 1477 ein Tausend Glufen von Brügge nach Hause für sich mit-nahm, in Konstanz waren die von Mailand viel näher. 3

Die 1426 nach Barcelona eingeführten 170 000 Stecknadeln (agullade cap) stammten aber wohl aus Mailand, anders war es 1480, die20 Dutzend waren nach moneda de gros, also nach flandrischer Währungberechnet, sie kosteten 5 U 10 ß, standen also sehr hoch im Preise.Aus Flandern kamen auch die von einem Ungenannten 1471 eingeführten616 000 Stück. Die Einfuhr von 18 000 agullas de cap, 36 000 de 12 onc.(==71 Groschen), 36 000 de 14 onc. (= 80 Groschen) vom Jahre 1480betrifft Gabriel Aigner (Ehinger).

Die Gesellschaft führte Eisenblech von Mailand und Nürnberg.Daneben aber auch Messingblech, das wohl stets aus Nürnbergkam, auch verzinntes Kupferblech erscheint und Blech aus derBerberei.

Eine Fülle von Nachrichten bietet wieder das Zollbuch von Barce-lona. Zuerst nenne ich Messingblech (fulla di leuto). Es ergaben sichin 6 Jahren (zwischen 1426—1438) 9 Sendungen mit 79 Quintalenund 29 Ballen. 1443 wurden 2 Ballen eingeführt. 1426 stand einQuintal im Preise von 9 U Bare. Zweimal wird die fulla als rasabezeichnet, wohl poliert. Der Gegensatz ist wohl lauto negre, vondem 1436 2 Quintale eingeführt wurden. Eisenblech erscheint nurzweimal, 1426 7 Ballen und 1439 1 Ballen, Blech aus der Berbereiebenfalls zweimal, 1437 1 Ballen und 1440 7 Ballen reseta e fulla deBarberi. Aus welchem Metall es bestand, ist nicht festzustellen. Inter-essant ist das verzinnte Blech (launa stanyada, 6 tonneis). Das Ver-zinnen ist also älter, als man bisher annahm. Es handelt sich wohlum verzinntes Kupferblech.

Ganz genaue Nachrichten bietet die Nürnberger Bechnung von1479/80. Es wurden gekauft 10 650 Bleche, davon 800 schwarze, dieübrigen weiß. Die schwarzen kosteten je 600 Stück 7 fl, die weißen dasdoppelte, nur 1000 Stück waren um 10 ß billiger. Es gab nur zwei Liefe-ranten. Der Gesamtpreis betrug 424 fl 4 ß 1 ,5). Auf jedes Fäßlein gingenim Durchschnitt 235 Stück. 4

Mailand bestellte 1474 4 Fäßlein schwarzes Blech, es kamen 10 Fäßli,1477 deren 6, 1479 noch 6 bestellt. 5

In Genua machte man gute Geschäfte mit Blech, an dem man miteinem Gewinn von 23 % rechnete.

1 Glufen kommt von ahd. kliuban, spalten. In Oberschwaben verstehtman aber darunter die Stecknadel.

2 3, 58. 83. 107. 139. 149. 159. 186. 447. 3 3, 404. * 3, 355 ff. 362. NachValencia gingen 2650, nach Mailand 2900, alles über Eavensburg. 5 3, 14.22. 250. 341.