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2 (1923)
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Zobelfelle. Wildfelle

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Zimber Zobel (zu 40 Stück) von Wien nach Nürnberg-Frankfurtgesendet. 1

Fuchsfelle (pella de raboses) führte die Gesellschaft in den beidenJahren 1426 und 1436 aus Barcelona aus, im ersten 842 Stück, imzweiten 2440. Zwei Hirschfelle wurden für Moritz Hürus in Flanderngekauft für Hosen. 2

Wolfsfelle (pells de lops) begegnen ebenfalls nur in Barcelona. Eserscheinen im Zollregister 1426 3 Dutzend, im gleichen Jahre auch einhalbes Dutzend de lops cervals, das sind Luchse.

Weit umfangreicher ist der Handel mit Kaninchenfellen (conills).Schon im Altertum war in Spanien dieses Tier, das vielleicht dort seineHeimat hat, oft eine Landplage. Von 1426 an haben die Humpis vonBarcelona fast jährlich davon ausgeführt, in einzelnen Jahren be-deutende Bestände, so 1440 65 Ballen, 1435 51, 1436 im ganzen 6157Dutzend. Auch 1443 war der Versand noch groß (15 230 Stück). DiePreisansätze ergeben, daß man für 1 U Bare, etwa 24 Dutzend kaufenkonnte, Häbler berechnet das Dutzend auf 6—13 diners. In den Früh-lingsmonaten endete die Versendung. Fach 1440 findet sich der Handelnicht mehr. In Deutschland begegnen 1475 6 Ballen. 3 1477 18 BälgLasicz (= Laschitz, Kaninchenfelle), sie gehörten Noffre Humpis Haus-frau und gingen von Nürnberg nach Bavensburg. 4

Einmal findet sich auch die Ausfuhr von Wieseln (marce). Doch istdas zweifelhaft; denn die 222 marc cruns scheinen zur Einfuhr zu ge-hören (1426). Häbler stellt zu den Fellen auch roisos, wohl mit Becht,denn die 55 Dutzend gehören zu einer Sendung von Fellen (1440). DerName ist nicht erklärt. Es handelt sich wohl um ein Nagetier (rodere).

Marderfelle wurden 1478 von Flandern für Genua erbeten. Siewerden als wasser (oder waser) Marder bezeichnet. Sattler war höch-stens für einen Versuch mit 200 Stück. 5 Was für Felle Andreas Sattlervon Flandern mit nach Hause brachte, ist nicht festzustellen. Es waren252 Stück weiße und 51 schwarze. 8

Auch vom Veh, den Winterfellen russischer und sibirischer Eichhörn-chen, die oben grau, unten weiß sind und sehr beliebt waren, um alsUnterfutter zu dienen, will Andreas Sattler einen Versuch mit 500 Stückvom Besten in Genua gutheißen. Schönwerk, das hier vom Veh ge-schieden ist, aber fand seine Billigung nicht, 7 aber in Nördlingen kaufteman dem alten Jos Humpis „1 inssen sehen werk" für 36 fi. 8 In denTagen TJlmann Stromers hatten die Nürnberger Kaufleute sie vielfachnach Genua eingeführt.

Hans Moll, ein Geschäftsfreund, wollte gern von Frankfurt 2 Bälgemit almeschgß, ganze Bälge und der Almeschg (kat. almesc = Moschus,also Bälge des Moschustieres) darin, der Moschusbeutel. 9 Das war wohlschwer zu erfüllen, Felle von Tieren, die nur auf den Hochflächen Inner-asiens lebten, herbeizuschaffen.

1515 stand eine mit Marder und Zobel gespickte Damastschaubezum Preise von 46 fl zu Frankfurt oder Nürnberg im Schuldbuch. 10

1 3, 389. 2 3, 436. 3 3, 195. 4 3, 332. Vgl. 3, 338, für Jerg Egel 1 fllasicz. 6 3, 418. 6 3, 404. 7 3, 418. Vgl. Schulte 1, 717. 8 3, 366. 9 3, 397.10 3, 397.

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