Andere unbearbeitete Gewebe. Bearbeitete
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In Köln lagen 1507 2 a / 2 jensch carpetten, also wohl von Genua oderGent. Sie stellen zwischen Webstoffen. 1 Nach Schedels Warenlexikonheißt in Prankreich die rote streifige Leinwand zum Packen carpettes.
1436 führten die Humpis eine selana nach Barcelona ein ohne An-gabe von Wert. Häbler dachte an ein Gewebe aus Seeland, was dochwohl nicht richtig ist.
Auf bearbeitete Gewebe beziehen sich folgende Angaben: In Frank-furt wurden 1478 nach Muster für Noffre Humpis ein Pf ulwen bestellt. 2
Aus Plandern stammten Kissen, die Privateigentum waren. PalleSchindelin 6 Stuhlkissen, Andreas Sattler ein schwarzseidenes Kissen.2 Dutzend Kissen verdura (also grünes Rankenwerk) kosteten in Ant-werpen der Gesellschaft 9 ß 4 $, 77 2 Dutzend 4 & 4 ß 8 £,. s
Andreas Sattler brachte für sich aus Plandern ein Paar Hosen.a]a marinada heim. Der Konstanzer mochte am Borde eines Bodensee-schiffes damit Eindruck machen. 4
Einmal finden sich in Barcelona 8 Cannes
„flokaduras", also un-
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zweifelhaft Fransen, zu dem sehr hohen Preise von 12 ß 8 ^.
Genua bestellte 1507 in Saragossa 300—400 Dutzend cordeline um10 in 11 ß. 6 Das sind vielleicht dünne Schnüre. Valencianer Brieffadenmuß berühmt gewesen sein. Zweimal wurde er von Gesellen bestellt,aber auch umgekehrt kam von Avignon nach Bouc „1 Strick Sebelierfaden", also Stricke zum Verpacken. 7
Die 1428 zu Barcelona ein- oder ausgeführten 200 sogues per alla na(im Werte von 20 U ) deutet Häbler wohl richtig als Taue.
Bei einem Paar bordogi, die Andreas Sattier aus Flandern heim-brachte, denkt man zunächst an eine Fußbekleidung oder Hosen. 8Nach Schedel, Warenlexikon, hießen aber Bourdonys wollene Zeuge,welche ehedem in Gera sehr gut verfertigt wurden, aber das paßt wohlkaum.
In Frankfurt kaufte man für Ulrich Muntprat 5 kylmenien kyr-senen, in Nördlingen der alten Geßlerin 2 kyesen zu 6 fl 6 hl., für siewieder 2 kyllwem kyesen unten schwarz zu 6 fl 2 ß; später zu Nörd-lingen wieder für einen Peter Griebler kyrsen für 14 fl, für die Wirtinin Nürnberg 4 kyrsen um 12 1 /* fl, für Jakob Humpis 2 kyrsen f ech17 fl. 1500 heißt es, kaufe in Frankfurt für mich 3 k inluememf uter,von den großen guten, so die Welschen feil haben. 9 Die Deutung istsehr schwierig. Handelt es sich um Pelzwerk oder Gewebe? Ist dasletztere der Fall, so würde man an den Mantelstoff aus groberWolle, der von Kersey (Grafschaft Kent) in Handel kam, denken. Aberdie Ware wurde von Welschen geführt.
Zu Umschlägen wurden nach der Nürnberg-Frankfurter RechnungKotzen, Chotzen, Hotzen verwendet. Das war nicht ganz billiges Zeug;denn die Elle kostete 2ß 6—10 hl., beim Verkaufe noch 2/8 5 hl. 10 4 Ellengrauen Hotzen zu einem Reitmantel kosteten mit Macherlohn Iß 1 S\. XI
Beim Ballenbinden kam nach außen hin „Ruppf es", das war nun sehrbillig, die Elle 7 ^, so daß die 344 Ellen, die in einem Jahre in Nürnberg-Frankfurt gebraucht wurden, nur 7 fl 9 ß kosteten. 12
1 3, 440. 2 3, 338. 3 3, 404. 435f. « 3, 433. 5 3, 3. , 6 3, 301233 (für Jörg Koler 1 Säcklein), für Hans Lamparter ,6 U
363f. 366. 376. 10 3, 344—354 und öfter. u 3, Nr. 67.
8 3, 433.12 3, 354.
' 3, 228.9 3, 353.