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Barrette. Hüte. Garne
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Das Garn hatte ausschließlich seinen Verkauf in den GeliegernSpaniens. Gekauft wurde.es auf den Messen und mitunter auch inAuftrag gegeben, in Audenarde hatte man einen Vertrauensmann. 1
In Valencia war man regelmäßig im Besitze von weißem Garnvon Audenarde; im kleinen wurde es in der Botig verkauft, in grö-ßeren, aber immer noch sehr bescheidenen Quanten ging es früherauch nach Kastilien. Seit der Vermählung der Königin Isabellamit Ferdinand von Aragon herrschte dort aber Friede, so brachtennun die Fremden ihnen genug von Flandern und Lyon ins Land. 2So ging 1479 diese Ware in Valencia schlecht, alle Winkel warenvoll davon, während gleichzeitig gefärbtes Garn von Tournay Fragehatte, ebenso stand es um fil de Balesta (wovon 1479 6 Fäßleinvorhanden waren und 12 bestellt wurden). In diesem Jahre konnteSaragossa aushelfen, indem es einen Teil übernahm. 3 Zwei Jahrespäter war die Lage ganz anders. Nun ging weißes Garn von Aude-narde von Hand, man hatte mit 534 Maß nicht genug und bestellte2 weitere Kisten, während das Garn von Balesta (vorhanden24 Fäßlein) ganz ins Stocken geraten war. 4
Über Barcelona wissen wir schon aus früher Zeit recht viel überdie Einfuhr von flandrischem Garn, Garn von Audenarde, von Dix-muyden (damida) und von Balesta: an der Einfuhr waren außerden Humpis vor allem Johann von Cöln beteiligt, doch war dasQuantum sehr gering. Die Humpis führten 1434 2 Ballen All deAlamanya ein (ob Metalldrath?), 1436 1 Ballen fil de Narda, 14372 Körbe fil d'Amida, 1438 1 Ballen Garn von Audenarde und 1 FäßleinGarn von Balesta. Dazu kommen nun noch folgende Nachrichten: 1443empfingen die Humpis 2 Ballen Garn von Audenarde und 24 BollenGarn von Balestra, 1467 Joh. Strosach wohl für die Humpis 1060 UGarn von Balesta (im Werte von 85 fl 18 gr), 1477 die Humpis in zweiSendungen 2 Kisten mit weißem Audenarder Garn = 1457 U = 169 U15 ß Barcel., 1480 1 Ballen (= 298 & = 15# de gros).
In den Jahren des Niedergangs hatte Barcelona immerhin nochBedarf. 5 Saragossa hatte wohl den stärksten Verbrauch, 6 da be-stellte man 1479 22 Maß gefärbte Faden blau, 6 rot, 2 grün, alleserste Ware und 10 weiß, für Handschuhe, von der allerbesten Sorteund 1480 6 Ballen weißes Garn von Audenarde und 4 Ballen gefärbtvon Tournay; wenn man solches nicht erhalte, solle man es zuAudenarde machen lassen. 7 1504 lud man für Saragossa 7 Ballen mitzusammen 1190^, für Valencia gleichzeitig eine Kiste mit 970 U . 8
Für Genua wollte Jörg Geisberg fil de Balestra als Ware ein-führen, mit 10 in 12 Fäßlein wollte er es versuchen. Zwar müssees die Abgabe „Oommerci" tragen, werde das aber wohl bringen,da der Schiffstransport so viel minder koste. 9 Ein Versuch der Lyoner,sich auf diese Ware zu legen, wurde von den Herren abgelehnt;
1 3, 415. 2 3, 83. 107. 402. 3 3, 107. 115. 139. 149.3, 115 f. 139. 149. 159. 172. 243. 415. ' 3, 192. 243. 424.
4 3, 186.3, 434 ff.
6 3, 190.9 3, 263.