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2 (1923)
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Neuntes Buch. Waren. I. Webwaren. 3. Kapitel. § 99

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gehörige Ballen und erlöste daraus 294 fl (73y 2 für das Fardel). 1 Sonstkaufte sich nur der Faktor in Bern Fränkli einen Ballen (zu 24 Stück)für 38 rh Gld. 12 ß hlr. 2 Ob das immer so war, muß dahingestellt bleiben.

Es ist sehr wohl möglich, daß in der Zeit, wo in Ulm Gesellen derGesellschaft wohnten, diese sich an dem Vertriebe des berühmtenUlmer Barchents beteiligte. In späterer Zeit kaufte sie ihn auf denMessen von Lyon auf. Nur im Jahre 1476 ist ein Kommissionär inUlm tätig gewesen, Hanns Wurm. Er kaufte von Franz Österreicher2 rohe Fardel, die er unter Zahlung von 6 fl gegen 2 weiße ver-wechselte, ebenso machte er es mit 2 weiteren Fardeln. Das roheFardel kostete je 91 fl. Das gleiche Verfahren machte er mit 10rohen Ochsen und 1 Löwen, mit dem Wechselgeld von 1 fl 3 ß kostetensie 23 fl 7 ß 9 hlr. Er kaufte ein weißes Fardel dazu um 94 fl und10 rohe Ochsen und 1 Löwen, die gewechselt 23 fl 7 ß 9 hlr kosteten.Dazu hatte er noch 4 Tuche Löwen (16 fl 5 ß 6 hlr) und hatte nun240 Tuche: 120 Ochsen und 120 Löwen, die in 10 Fardel verpacktwurden. Die Unkosten betrugen 7 fl 1 ß 6 hlr, so daß die 10 Fardelbis auf den Wagen 510 fl 10 ß 5 hlr kosteten. 3 Der Fardel kostetealso im Durchschnitt annähernd 5iy 252 fl.

Saragossa hatte einen gewissen Bedarf. 4 So bestellte es 14742 Ballen weiß, um den schwarzen damit zu vertreiben. 5 So kaufteman 1477 in Lyon für Saragossa 2 Ballen schwarzen Ulmer BarchentTraube (von je 24Stück) für je 54 v (zusammen = current 245 fl 3/?),verkaufte aber zugleich 5 Ballen weißen Ulmer zu 46 v (zusammen= current 522 fl 3 ß 6 $ ). 6

1478 kaufte man für Saragossa auf der Lyoner Messe 1 Ballenschwarz Traube zu 50 V und 1 weißen Ochsen und Löwen zu 47 Vund 2 unter denselben Bedingungen von Ambrosius Bot (von Ulm). 7Wie hier das Ziel Saragossa keinen Bedenken unterliegt, so ist esbei den Lyoner Einkäufen von 1479 ebensowenig zweifelhaft. Manverkaufte von Brandenburgs wegen 1 Fardel Löwen für 35y 4 V,2 Fardel halb Löwe halb Ochsen zu 36 je v (zusammen 119 3 / 4 fl rh.).Für Saragossa kaufte man dagegen 3 Ballen schwarze Traube(24 Stück) zu je 47 V (zusammen 167fl rh.). 8 In Saragossa hatte man2 Ballen in diesem Jahre erhalten, hatte aber daneben nur 14 Stückschwarz. Daher hatten sie uw 2 Ballen gute wohl schwarze Traubegebeten. 9 1480 bat man in Lyon 2 Ballen schwarz zu kaufen, hättenwie der Kammracher gute Frage. 10

Während sonst deutscher Barchent nie in Italien erscheint, hätteman in Genua 1479 Ulmer schwarz und weiß mit Nutzen verkauftund bat daher um solchen. 11

Die ernsteste Konkurrenz hatte man in Spanien mit MailänderBarchent zu bestehen. 12

1 3, 372 f. 2 3, 194. 3 3, 329. In der Kechnung stecken übrigens einige Fehler.4 Vgl. oben 1, 309, 312. 6 3, 2. 6 3, 206f. 7 3, 208. 8 3, 209 f. 9 3, 118, 125f.10 3, 193. u 3, 258. Vgl. oben 1, 276. 12 Oben 1, 249f.