Druckschrift 
2 (1923)
Entstehung
Seite
94
Einzelbild herunterladen
 

&m

sus?

mm

'"'He

f H

SB 'i

B

<.^.,;,-\v;,..

S&33

n

I 1

gl ig i

\ ' 1 !

i h

m

h

94

Neuntes Buch. Waren. I. Webwaren. 2. Kapitel. § 98

Bucklin schreibt einige Bemerkungen zu den Waren: An vintens vonBeaujeu besteht man wohl, Ambronay 16 %. Von Verdun hat er38 Ballen verkauft. Cruzille tut schlechte Probe im Wasser. Für Bourghat er die Warenmarke: 3 Bösen.

Der Einkauf erfolgte an den drei Plätzen Bourg, Montluel undBelleville, wo die Gesellschaft Agenten hatte. Außerdem ge-legentlich auch auf der Lyoner Messe oder in Avignon. 1 DenAgenten wurden die auf der Lyoner Messe übrig bleibendenGelder übergeben und sie kauften dann bei den Webern auf.Die guten sollten sie an sich halten, und dann versandten siedie Waren nach Lyon. Es sind sehr erhebliche Beträge, diedie Gesellschaft in ihre Hände legte, in der Augustmesse 1477erhielt der wichtigste Agent, Pero de Frantza in- Bourg enBresse 3250 fl current, Allerheiligenmesse 1479 büeben 3461 fürCanemasseria übrig. 1477 erhielt der Agent zu Belleville 235 flcurrent. 2

Diese Agenten zu kontrollieren war sehr vonnöten. Zu diesemZwecke entsandte die Gesellschaft von Lyon Claus Bützel dort-hin, der auch mal einen Bitt nach Montluel machte und ein-mal nach Belleville ging, aber sich für einen solchen Postenviel zu vornehm dünkte und gänzlich sorglos war. Das Messenüberließ er den Webern,_ den Verkäufern. Sein Gevatter, beidem er wohnte, kaufte, was ihm zur Hand kam, und anstattdas Gelieger von Valencia mit möglichst vielen Sorten ge-mäß den Wünschen zu versorgen, kamen von den Pero be-quem liegenden Sorten alle Ballen, von den anderen aber nichtein Viertel. 3 Statt Bützel wurde auch später noch einmal einGeselle entsendet, vielleicht brauche der mehr Emsigkeit. 4 DasProduktionsgebiet war wohl viel zu groß um von Bourg au.sdurch einen nicht stark interessierten Agenten versorgt werdenzu können. Die Agenten von Belleville und Montluel treten ganzzurück. 5

Der Transport von Lyon nach Avignon war die nächste Sorge, 6in Avignon hatte man sich auf das Bleichen von roher Cane-masseria eingerichtet. Hops hatte viele Sorge damit. 7 Versteheich die Angaben recht, so wurde zum Bleichen das Stück ge-schnitten d. h. zerlegt. Gebleichte Canemasserie war übrigensdurchaus nicht immer willkommen, 8 Die Herren drangen immerauf frühzeitigen Einkauf während des Jahres, nicht jedermannkönne Geld so lange darauf liegen lassen. Man drängte stets aufdas erste passadium. 9

1 3, 177. 199. 208. 212. 2 Vgl. 3, 199f. über Differenzen in der Eechnung,die beweisen, daß keine sichere Eechnung geführt wurde, 3, 210. 3 3, 13.15. 109f. 221 f. 224, und oben 1, 145f. 155f. 355ff. * 3, 130. 179.5 Vgl. unten Bd. 2, 36 f. 6 Viele Angaben 3, 226 ff. 7 3, 76. 8 3, 110. 9 3,58. 76 und öfter.

n