Druckschrift 
2 (1923)
Entstehung
Seite
87
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Oberschwäbische und holländische Leinwand

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Frist gegeben, dafür bat er, seinem Sohne, einem Studenten inMailand, 100 fl rh. auszuzahlen. 1 Gelegentlich wurde auch auf derFrankfurter Messe diese Leinwand eingekauft. 2

Die Arten und Sorten waren sehr zahlreich, aber nicht nachOrten benannt. Die Ellenzahl schwankt in 9 Ballen zwischen 3iy 2und 75 Ellen. 3 So enthielten die 1480 nach Valencia gehenden Ballen:

Einkaufspreis

6% 6 1 /, 7 8 9 9V,

10%

ny 2 13 i4y 2

16

18 20 30

Stückzahl

8 26 20 10 12 12

10

11 5 12

3

3 2 1

zusammen

135 Stück. 4

Im Jahre 1504 verteilte sich die versandte Leinwand auf folgende

Preis 4V*. 5 V ,. 57,. 67,. 7. 7'/.. 8'/.. 9% 11. S %*' »£ E1Ien M£^

Stackzahl nach Saragossa 3. 3. 9. 19. 29. 2. 17. 12. 8. = 102 = 6. 4 283«/4 134. 0. 5.

Stückzahl nach Valencia 3. 8. 16. 33. 29. 6. 10. 11. 3. = 119 =7. 5 039 148. 18. 5.

Stückzahl nach Ravensburg 7. 11. 11.26.10. 24. 20. 13. = 122 2. 5177 170.14.9.

13. 11. 36. 63. 84. 18. 81. 43. 24. = 343 = 15. 14 4993/4 453. 13. 7.

Im allgemeinen war die Leinwand des Bamasmarktes die bessere,dann war der lange Sommer vorüber und die Sonne hatte die Stückegebleicht. Blühend weiße Leinwand schätzte man auch damalssehr hoch.Wenn eine Leinwat nicht weiß ist, so ist sie unver-käufig." 6 Brauner, böserasmertz" war der Schrecken der Ver-käufer und Käufer, und Bamas 1477 war die Gesellschaft in denBesitz von solcher schlechten Ware gekommen, und in Valenciaseufzte man jahrelang noch und verschaffte sich neue Ware, ummit dieser die alte zu veräußern. Partienkäufe waren durchausüblich. Die Ware war so übel, daß selbst einer der allergetreuestenKunden der Gesellschaft, Don Masip, sich an eine andere Quellewandte und für die 4 von der Gesellschaft erworbenen Ballen Nach-laß verlangte. Es scheint, daß Andreas Sattler deshalb nachFlandern geschickt wurde, um solches Mißtun zu verhindern. 7 End-lich scheint die Gesellschaft noch allenthalbenhübschlich" derüblen Ware ledig geworden zu sein. In Saragossa half die Anwesen-heit des Königs die alte Ware mit der neuen zu verschleißen. 8

Die Leinwand von 1480 war sehr weiß, aber zugleich waren alleBodegas davon voll, wenigstens in Saragossa. Dabei war der Marktvon Antwerpen längere Zeit vorher infolge der Unruhen in Hollandnicht recht beschickt worden. 9 Für diesen Handel hätte die Gesell-schaft mehr Hauptgut verwenden müssen. Es ist begreiflich, daßdie holländischen Zwischenhändler sehr ungern Kredit gaben, undso sehen wir, wie ängstlich die Bavensburger vor dem Bamas ihrGeld zusammenrechneten, 1480 waren sie gerüstet, 1507 aber garnicht. 10 Der Ausruf Ernlins:Wollt Ihr hier handeln, so muß manein anderes Hauptgut hier haben," war durchaus berechtigt, manwollte damals 300 Stück kaufen. 11

1 3, 68. 418. a 3, 58. 3 3, 430. 4 3, 430. 5 3, 435. 6 3, 186. ' 3, 83.107. 147. 149. 419. 8 3, 118. 9 3, 423. 10 3, 416. 423. u 3, 447.