Meyer bis Mötteli
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§ 26. Die Familien Mötteli und Muntprat.
Mötteli (ursprünglich Buchhorn). Stammbaum S. 188.Fr ick. 1397 bei der Patriziergesellschaft Zum Esel in Eavensburg(Hafner, S. 147) als einziges Glied seiner Familie.
* Rudolf I, Bürger von Ravensburg, war nach der ÜberlieferungLeiter der Gesellschaft. Er hatte ein sehr bedeutendes Vermögen, ererwarb die ersten Lehen und Pfandschaften, im Bürgerbuche 1406 bis1419 immer mit Humpis, nur einmal mit Frick Humpis Bürge. Er istgestorben nach Juli 1426. Da niemals ein Nachkomme Henggi Humpiseine Mötteli und niemals ein Nachkomme von Rudolf Mötteli eine Hum-piss heiratete, war dieser Rudolf vielleicht mit einer Schwester vonHenggi Humpis verheiratet. Vermutung. Vgl. oben S. 21. Er hattedrei eheliche und einen außerehelichen Sohn.
*Hans I (Stammvater der Roggwiler Linie). Vgl. unten §84.
* Rudolf II (Ruf). Vgl. unten § 84.
* Klaus. Er ward 1428 auf fünf Jahre Bürger in Ravensburg, BürgenJos und Ital Huntpiss, war nicht zu Gericht und Rat verbunden, jähr-liche Steuer 22 fl, vorher saß er vielleicht in Memmingen. Seine Erbenhatten nach der Genealogia Lindaviensis 1435—1444 8000—9000 fl inder Gesellschaft liegen. Seine Ehefrau Barbara von Stein. Mem. Karm.,April 11.
*Liutfrid (außerehelich). Vgl. unten § 84.
Aus der nächsten Generation waren die folgenden noch bei der großenGesellschaft gewesen.
*Jörg. Vgl. unten § 84.
*Hans II, der zweite Sohn von Hans I. Vgl. unten § 84.
Nicht mehr bei der großen Gesellschaft, sondern nur in der Mötteli-Gesellschaft hatte seine Lehrzeit Rudolf III (der jüngste Sohn Hansen I)t1508.
Ebensowenig war der einzige eheliche Sohn Rudolfs I, Jakob der„reiche Mötteli", noch Teilhaber der großen Gesellschaft.
Wohl aber war das der Fall bei dem einzigen Sohne von Klaus, beiWalther. Er ward 1443 unter Bürgschaft von Ital Huntpiss demÄlteren und Jakob Schellang Bürger zu Ravensburg. Steuer 15 fl jähr-lich, wo er schon 1441 und wieder bis 1448 nachzuweisen ist. Nach derGeneal. Lindav. hatte er 1444 7000 fl in der Gesellschaft liegen. AlsAusbürger auch 1450 im Memminger Steuerbuch. Er begann 1445 denKapellenbau in der Karmeliterkirche und war 1461 bei der Begründungder ewigen Messe der Gesellschaft beteiligt. Seine Ehefrau UrsulaNater — s. unter Nater — starb vor ihm, sie lebte noch 1471. Mem.für sie Karm., März 16, für ihn Aug. 30. Er hinterließ mehrere Töchter.1473 versteuerten die pueri Walther Mötteüs zu Ravensburg 596-J-524, i(.Eine Tochter Ursula hatte 1474 als Vögte Ulrich Roggwil, Hans Bessererund Hans Mötteli, sie heiratete erst Anselm von Eyb, dann Hans vonBenzenau; eine zweite Tochter Elisabeth war die Gattin Rudolf Muntprats.
Über das Geschlecht vgl. die ausgezeichneten Arbeiten von Dürr er,Geschichtsfreund, 48, 49. Vgl. auch oben S. 17 f. 24.
In der Steuerliste von Ravensburg 1482 steht ein Jakob Mötteli mit240 -j- 0, eine Anna mit 27 -j- 5. 1497 Jakob: 150 -(- 0 M.
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