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XVI
Vorwort zu der Sammlung
Im weiteren Verlaufe wurde Herrn Dr. Bastian in München dieEdition bzw. Bearbeitung der Tiroler Baitbücher des ausgebenden13. und des 14. Jahrhunderts (mit ihrem einzigartigen Material zurGeschichte der deutschen, insbesondere oberdeutschen Handels-firmen) und des Handlungsbuches der Buntinger von Begensburg,das noch dem 14. Jahrhundert angehört, übertragen. Herr BudolfHäpke, jetzt Professor in Marburg, übernahm die Neuausgabe deswichtigen Tagebuches des Augsburgers Lukas Bern. Hans Wieden-mann in Augsburg ging an die Bearbeitung des dortigen Sprenger -schen Notariatsarchivs. Die Arbeiten sind durch die politischenEreignisse schwer gestört und aufgehalten worden. Immerhin stehendie Ausgaben des Bemschen Tagebuchs und des Buntingerbuchsihrem Abschluß nahe. Druckfertig aber Hegt ein Werk vor, daswährend des Krieges entstand. Es ist die von Herrn Strieder ge-schaffene Sammlung der in Antwerpen erhaltenen, während derersten Hochblüte dieser Stadt entstandenen Nachrichten über dendeutschen Anteil an dem Welthandel der Scheidestadt.
1919 bzw. 1920 trat in den Bahmen dieser Serie auch das vor-liegende Werk ein, das der als zweiter unterzeichnete Verfasser schondamals sehr weit gefördert hatte. Das Nähere gibt das zweite Vor-wort an. Die Historische Kommission schätzt sich glücklich, hiermitder Forschung einen Quellenstoff von unvergleichlichem Werte, voneinem sachlichen Beichtum vorzulegen, wie ihn niemand geahnthätte, von dem niemand zu hoffen gewagt hätte, daß er in solcherFülle die Verhältnisse der Übergangszeit vom Mittelalter zur Neuzeitaufklären könnte. Der Verfasser hat sich bemüht, den Stoff mög-lichst tief auszuschöpfen und ihn nach allen Seiten mit den sonst er-haltenen Nachrichten in Verbindung zu setzen. Er trat dem zuerstUnterzeichneten auch als zweiter Herausgeber der Serie an die Seite.
Die beiden Unterzeichneten möchten das Vorwort zu der Samm-nicht ohne eine Bitte schließen. Vorliegendes Werk konnte durchdie Hochherzigkeit einer großen Zahl von Spendern noch gedrucktwerden. Die Herausgabe des sehr wertvollen Striederschen Werkesist ohne eine noch umfangreichere Freigebigkeit nicht denkbar. Wirrichten die Bitte an die Kreise, die es vermögen, dem Beispiele, dasbei vorliegendem Werke gegeben wurde, nacheifern zu wollen.
Freiburg i. Br., Bonn, den 19. Mai 1923.
Georg v. Below. Aloys Schulte.