Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
Seite
453v
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cutscbe Spcißkammct'/

doch jhrellich daran nicht genügen / sonder sahen etwan an selbes kochen/derwillfmSpecksuppen/ deranderbcgeret ein Sawrmilch suppcn / die witten wollen EyermnSch makß haben / etllch essen rohe Büekmg/rohe B:alwürst/vnd lassmjhnen Henngaußder Thonncn also rohe Mit Essig vnd zwybeln hertragen/ dieandern wöllen Rhetieh/oder»n wenigsten dmSawren Compost auß der Cappesbütten züm Sehlaffdzunckessen.^>sstermalsmüßderKochWetßb:ot mn Buttern rösten/ das nennen sie der IechbnlderKramak vögel/zü -Latein Scala vini/ein güteWein leitter/da erhebt sich aller erst das aujf-nchtigerbarlichvndo:den!lchzü dnnckenan/jezweenvnd zween bnngens andern zwey-en/vnd also fürt an mit guten szuüchen vnnd kurtzweil/sotches heissen sie ein her:liche/kösi-liche/güte/getrewe/crbare Gesellschaft/die etwan biß an den Mozgen bchattlichtbutwe-rcn / dann keiner will im dnlnek der letst sein / so will auch kemer die Gescllsehafftzcrstö:en/oder den ersten anb.'uchmachen. Inn summa/zum Schlaffd:unckwürtnichtsgespatt/es muß die fülle vnd vberfluß darbey sein/ dann es ist vnd bleibet der Sehlaffd:unck em al-te langwürige/rechte/gütegewonheit/ die man auß der acht nicht soll / noch lassen kan/da-ru m b oas vnsere Vozaltern/dic redliche alte Teutschen/solches also herbzaeht/vnd wir derselben nachkommen / gemelten ererbten Bzaueh nicht wissen Zu enderen oder abzuschaffen.

Wasfürnutz odervnraht/gemankch

auß dem Sehlaffdmnet folget.

En nutz/so man beim Schlasfdzunckempfahek/woltieh mirniehtwünschen/dannob schon alkWrrggKny Züchtig/frölich/ ehrlich vnd owenlich angestellet vnd vollen-det werde/so ist doch dervberfiuß allezeit schädlich/zu dem semd die Spczß/aloKjchvnd Fleisch durch einander vber einem mal genossen/ den Menschen vast beschwerlich vndvngcsund/^ulÄ Lpulle cruciüatem ^eneranr. Das ist/vilerley trachten geberen mancherlcp Früchten/darauß vnzalbare kranckheit folgen müssen/wie wir der selbe im Wem Tra-etattein etlicher massn gedacht haben/Aber denArtzten /DoctomvndApoteckern/semdL)en Aryten vnd Schlaffo^ünck am gesündesten/ die Wissens zu verdawen VN nutzlich zu machen/darumAporcckern/ift ^ ^.ctttten / so den SchlajfdNinck inn statt? Übung haben/zü schaffcyqewm-

«ltn/vn mit jncn handlcn müssen/ nemlich wie der onuerdawtrohevbersiuß/beim Schlaffd:unckentstandcn/V!den!mb außdem^erb b/achtwerde. Dieartzetaber/vnndwasjhrcrProfesswn ist/woltcns nicht anders wünsche n/dann sie wisscn das die SchlaMünckdeml^eibwchethün/bnngen lame/vndvilerley ftüß/wie Seneca sagt/L^riec3te8neruc)rllt0l-poi em ll emc>; cm Ae^eranf. Allerley kranckheit entstehn von vnzeitttgem essen vnndtrincken/dalion bekommen die Artzet den besten nutz.

Wa findet man auch mehr blöder Menschen / von Mann vnnd Weibern/dann ebcnan enden vnd otten/ da man stats vberMsslg/vnnd zur vnzeit frü vnd spat/essen vndtrmickenmüßi'

dem/so seind/wie Seneea schreibet/ die Menschen nicht mehrzü ersettigen/wantlschon der Magen sein pottion hat/ können doch die Augen nicht ersettiget werden.Ein wunder zsts / wie dz Weibisch geschlccht/ so etwan auch bey obernenten Schlajst

dzüneken sein wollen/gesund mögen bleiben/jedoch sieht man den Weibern zum chcilvn-der Augen/an ihren geberden vnnd färben wol an /wie gesund sie seind/dannsiechre schöne

inn die har? nicht können verhalcn.

Das aller best / so die zarten Frewlin vnnd Iungfrawen beim Schlaff dnmckerlan-gen/ist der Hoff dantz / vom selben werden jhretlichwiderumb lustig/das machet die be-

wegungvnnd Übung der zarten glyder des ganyen 4elbs. Es werden ihr aber beim Danyauch züm thcil kran^/vnd also blöd / das man sie hinauß füren müß / vrsach/der selbe»sl lnd vo?hin etlich schwache Createurlein. dem/so essen sie etwan zu viel von den vorge-faßten Trachten/welche zum theil gantzsüß / züm cheilgantz sawr bereit seinv/'daruokixhr viel aujfgeblehet werden / gewinnen ein hart d:uckens vmb den Magen /

der SchlaffI dnmck am