Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
Seite
404v
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Teutsche SpeMammer/

4ufft sehöpsfen vnd an vns ziehen/ dann das Vihe ist inn dem theil vns gleich/fasset vnndschöpffet lufft mit vns / güt oder böß / nach dem der Allmachtig Gott ein jedes 4and vnndv!t mit gnaden oder plagen heimsuchet.

?>/,«. /.Das man aber auß eigener erdachten andacht vnd superstition / die plagen vnd zomGottes zu sttllen/Fewr anzündet vnnd anders thüt / halten wir Heidnisch/Abgöttisch vndverdamlich/sonst wöllen mir der Namr jhzen lauff nicht allein lm Fewr/ sonder inn allenElementen vnd Creaturen gern bleiben lassen.

Von den Aamen.

JE Poeten geben dem Fewr viel namen /das lassen wir berühen/vnnd sagen das

'FewZbeyden Griechen vnnd zu Latein jgnis hetß/ soll im Himmel phoebus/vnd inn der Hellen Vuleanus sein. Die arme Christen werden getrungen vil dmgszu glauben/das erstuncken vnd erlogen ist.

Von der Krafft vnd Würckung.

Alle ding werdm >^Nm6glich ists die gewaltige würckung/krafft/ vn wundcrwerck des Fewrs zübesch.'ekvom Fewr erhal, ^^/ben/dannwerist jesogelchttworden/dcrdesHimlzschcnFewrswcrckköntecrzölcn/ke»- allein das wissen wir wol/wie das alle ding vom Fewr mcht allem das leben bekom-

' men / sonder auch vom Fewr erleuchtet/erwörinek /ernchret/ erquicket/ geköchct/gezeitttßct/vnd inn einem rechten wesen biß zum ende erhalten werden.

.Also auch wer lsts/dcrdasvnderst vnser Fewrinn vnndauffder Erden/inn Wassernvnd Bergen/was es für selßame würckung/ krafft vnd wunderzeichen übe vnd sehen!aßt/genügsam beschreiben kan ^ Ich geschweige Munder des seltsamen Fewrwercks/damitdieKünstler vmbgehn/ vnnd demnach ntemands ist oder scm würt/der des Fewrs krafft vnndwunderwerck erfahren odervollkomlichen erkundigen mage/wöllen wir vns auffdtßmalMitarbeit nicht zu hoch bemühen/vnddzFewrwerckdem furwltzigen Phaetonttvnsnnesgleichenbcfelhen/d!e auch denHimmel/dteSonnevnndallc fewnge Stemmwißenzüregieren-

Genüg ists/ das wir wissen wie das vnser Fewr von Natur heiß vnd drucken ist/vnnddoch innatten lebendigen Creaturen vnnd gewachsen cm solch temperanient füret/dasalleding mögen leben vnnd wachsen/vnnd ist gleichwol mn cmcm dmg mehr hitzigerdannimandern/vmb des willen haben die gelehrten des Fewrs temperierung inn etliche gradusoder staffel verfasset/daselbst hin mag sich/dir weitters wissen will/verfügen/ vnnd auß dengeschöpften dingen/als dem Knoblauch/Scnss/ Bertram/ Pfeffer/ Eupho:bw/Meze-reon vnd anderer ding erlehrnen vnd versuchen was Fewr vnnd Fewers krafft ist. Sie losstung gemelterding machen mich seh? hitzig/muß Mich züm Wasscr genahcn.

Vom Wasser vnd seiner eigen-

schafft. Kap. uj.

LSich vom Fcwr züm Wasscr kommm/vnndwidc-

rumb erkülen mieh vndername / befände ich bald das leine krafft

groß vnd wunderbarltch war/wAehes alles mir oder emem andem

R iAx beschreiben vnmöglich ist / doch so will ich mit Gottes hilffcml W ^ kleinen versteh thün/ins Wasser mich wagen/etwas erforschen/ wa^ nichtvil/doch ein wenig von Wassern schreiben.

Erstlich so ist ojfebar dz Wasser vn die Erde als nahe verwadtt/die schwersten seind vnder andern Elementen/ darum dkse zwcy sich auch leide