Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
Seite
208v
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Von der kreutter Vnderscbetd/

angefochten werd /wolverfo-getvnnd behüt seye/dann ich besozamickkie^^,kampffs der listigen/fpitzigen vnv behenden tarnen vnd icmurm/dlcmich werd?»!ten m« jhrem ganckclcn fürdcn augen/darumb das ich hie mitchnm nickt-ü^,

nntdcrhüpschcnschönenwcisscnwurßcl/soaussdcnallerhöchstcnBerqm^M?

graben würt/ welcher wuryel bletter aller d.ng anzusehen wie das jung Nußbam»U l.i-oder (wie wir d.'oben im vy.eap.gemclthaben) dem Eschern laub/vn Süßbol«'wachsen. Welche weisse wurycl vnsere Meister für Äictam verkauffen/darwidaich?

/o.

Karnsan,en.

Schölwurtz.

wclssewuroclntchtÄittamoderÄlptam (wie sie sagen) sem kanodermag/willaü^A

über alles Gespenst der ^arucn erwarten inn aller disputation/sonderist daöreehtMGtigPeoniaMascula/aller Scrlbcntcn/dieatsoschwerllchvndmühscligzügrawWiff

den Bergen/von wegen der grossen harten Felsen/zwischen deren fügen/rissen vnd kWsie die wuryeln )hrewshnung haben/daher ohn zwciffel die alten jren sozglichenschWchmglauben von de Gaucklern empj^nge/man könne die wurßc! peoniabey tag deeGpchshalben nicht wo! belommen/dann so baldt der Specht dz ersehe/muß der/henig soditM-tzel außgrebt/des gesichte seiner äugen inti gefahr stehn/:k müß derhalben beynachtgWben werden/Zk. Was ist dasanderst/dannwieman vom Farnsamen sagt/werZamsMwill holen/ der muß kecksem/vnnd den Teuffel können zwingen. AberinnsummasochNanenspielvnd Spectra muß nian den beuten machen / sie würden sonstmn derÄWyauch gclehrt/gt üben zenten jhre wuryel selbcrs/sainleten kreutter vnnd samm/tvM ts

zeit were/daswer aber Wider die Wurpekkramer.Aum beschlußsolldergükig ieserwisscli/das die weisst wurtzel/die man allenthalben in den Äpoteeken vn auff de Tryackersten fttl hat/für Diceam vcrkau ffe/mcht Dictam ist / noch jein würt / sonder sielst damhlPeonia oder Pionia Diofto. daran soll nicmandt zweiffelnEtlich kluge Meißer/dimlsie nicht vll acht haben/ dann der namen der ding/ schzcibe peonia sey BenedtttenM/vn pionia sey Mcngctwurtz/dz laß sich auch niclnandtsjtten.pioniaod'pcomamüßMhieher dtser wurye!dienen/ohn angesehen das Schölwurtz pconiamnAwsco.l-b.is.eap.clxxij.genandt ist. Serapio schreibet von pconia cap.lx? Feonia. Aulcenna ltb.ij.^.dh ij. In Äuerchoe lißt man Rosa Asinorum. Bey etlichen soll sieHarabdee/pmuser/Za-niavndAglaphzois heissen In Manlio et papia/Cadaucr/super eonfect Eptlent. DilAuieenna auch Neremisch/Canone v.etIoannes Arculanusinn cap.de MckmWdergleichen.

Von der Krafft vnd Würckung.

Weiber reini-gung/senden vnBlasen stein/Talsucht/Bauch,schmertze/ Stopf,fung/Blütgangder Weiber.Auffstossen.Stein bey jun-gen hindern ver-hindern.Mütterwehe.Hery stercken.Fallende sucht derMinder.

Eider pconicn gcschlccht/ scmd züvilcn prcstcn inn ieibvnd Eusscckchzcn/kostlich vnd hoch zülobcn.

Znnerltch.

^E wnrtzclvon den rohkenPconicn gcdö?rt/gcstostcn/vndcincr Mandclgr«ß»»lWein eingegeben / reiniget die Weiber nach der geburt/treibet DeBlümm/^senden vnnd Blasenstein/ deßgleichen die G Llsucht / stilltt dm .BauchschmM/stopfst herwiderumb dasaußlauffen/so diewurtzel mn wein gesotten würt/vnndMDzdaruon gedmnck'en.

Iwvlff pconicn kömcrzcrstostcn vnd gcd.'unckcn/stillet dcn BlütgangdaMWwehret dem auffstossen/gelegt das Kotzen/vnd laßt den Stein bey den jungen KiMnnllwachsen/eingegeben.

pconicn samen altffrv körnlein zerstossen/vn mit wein eingegebe/erwecket t'ie Wber/ welche von dem Mütterwehe etwann nidersallen / als weren sie todt/ die werdcMch

solche artzney wider aufferweeket.

Äas wasser von disen Rosen vnd wurtzelen gebzandt/stereket dz Herß/dienclsc^ den jungen Kindern/so mit der grossen kranekheit beschweret scind/ jcderwcilenW^

jemwasscrzüdnneken geben aujfzwen oder dttylöffel voll. ^

^tzsAlli!k

Wwchi?ch«rcs>ichcrvori

AMinüieksmck^