Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
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Von Künstlichem DtMeren.

Diser-Offen vnd Fozm ist die beste/gehet fein gemach zü/dann diehitz des Wassers/darmn das Kolben glaßstehet/istntcht so starck/alsmnvo:gemclken zweyen öffen/ dannvongäherhitz die subtilen Geister der Kreutter verzehret/vnnd die Wasser offt brentzcndtvnd vngeschmackt werden.

Die vterdtcweP Dlsttlttmn/

für die Armen.

I M einen grossen jnderen wolverglasurken Haffen/ vber disen Haffen span-ne ein starek weiß gewaschen deinen düch/ binds mit Bendlen wol vmb denranfft des Haffens/ auffdas leg Rosen/Violen/vnd dergleichen blümen / oderzerhackte Kreutter / so ml das es genüg seye/ darnach leg auffdie Blümen oderzerhackte Kreutter/ein starck rein Papeyr/ darausfsetz die Pfanen oder Rezbdopffmitglü-enden Kolen/ dochamboden mit Eschen vnderlegt. ^dernnneinmössln Becken darzü/das eben den Haffen oben auß beschliesse/ oder vmbwinds mit einer bmdendas es behebseye. Also werden die Blümen von wegen der hitz / Wasser vndersich durch das Düch innden Haffen geben. Der Haffen soll inn kaltem Wasser stehn/ biß nahe an den ranfft/dannsonst würde des gebrandtenWassers beste krafft vergehen von der wckme/so von der Fewr-Pfannen kompt.

Von Rcctlsicatlon der Gebrand-

tcn Wasser.

Ann die Wasser gebrandc seind /soll man sie Ratificieren/ ob sie nach dem Brandtschmeckendweren/oderob sie Phlegmatischevberflüssigkeitbey jhnen hetten/alsge-wöhnlich alle feuchte kaltende Kreutter an sich haben- >öderauch die/so mit Wasserbesp:enget/frisch ftlnd behalten wo:den/oder inn einem feuchten Keller etliche tag seind ge-legen/oder feuchter zeit seind gesamlet/dauon sie ein phlegmatische artbekommen^Sol-liche Reetificierung mag geschehen von hitz der Sonnen/nemlich so man die DistillierteWasser in ein Glaßthüt/denzweiten theildes Glaß gefütlet/wol verstopffet/vndmitei-nem<leder verbunden / den dritten theil des Glaß setzet man inn Sande/inn einem Ge-schir: an die Sonnen/auff viertzig tag oder mehr. Wan der Sandt vast heiß würt/werdendie Wasser durch die Sonn vnnd die hitz des Sandes gerechtfertiget/ von jhrer vberflüssi-gen groben phlegmatischen feuchtigkeit/die soll man als dann scheiden vnd abseihen/vnndinn ein ander Glaß thün. Also bleiben sie desto lenger inn jhrer würde. Auch setzet man dieWasser ohne Sandt an die Sonnen/ inn strowene Körb.

Wie vnnd wa man die Gebrandte Was-ser behalten soll.

H^Aeh dem nün die Wasser Ratificiert seind/soll man sie wol verwaret an ein ziMche.^5 ß^küle statt setzen im Sommer. Aber im Winter inn einem Keller/aujfdas jhnen derfrost keinen schaden füge/dann sie vom frost zerstört wcrdcn/vnd so sie inn heissenstuben stehn/ werden sie roht/trüb/ weich vnnd vbelschmeckend / derhalben sollen sie an eintemperiertes ocht gestellet werden.

Alle Wasser/ so feuchter kalter eomplexion vnd Natur seind/sollen nicht lengerdann em Jar/die aber so hitziger/truckner Natur/die mögenauffs höchste drey Jar lang behalten werden.

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