Von Künstlichem
Man schct vnd machet ei-nengen / der gestalt vnndweiß wie er allhiefürgeschzi--ben ist
Aujs den absaß derRaif-fen des Äfens / stellet man emKüpffenn oder Erden GefeßoderÄgcl / -Darnachnimptman die frische Kreutter / dieman dlstllltercn will/zerhacketsie klein / oder man beitzet sieMit Wasser / odek bißweilenmit gutem altem Wein ein/vn thüt sie inicHtqemeldtge-faß oderTlgcl/damach stürtztman auff dasgefaß odertigeldengeschnautzten Hüt/gehebvber einander. Die kleine ne-ben Gläser stellet man also/dzder schnabel des Rosenhütsdarein gehe/vnnd das Wasser inn die Glaser rinne. Vnden durch das Jündtloch legt manFewr inn ^>fen/ Das ist die erste weise zu distillirren. Vnnd würt diser ^Öfen Zu LateinCampanarostrata genennek.
Die Ander weise Gebrannte Wasser
züDlsttllicrcn.
MKMZ I E Ander pfleget man für die gemeinste weise des Distittierens zü halten/vnd man nennets inApoteeken Vesicam. Darzü werden sechs stuck gebraucht.Iümerstender^>fensamptdemFewr/Einrunder Kupfferner Kessel/ Einkupfferner innwendig verzinnter Helm / mit einem langen schnabel oder rohr/Einhültzin Vaß voll kalt Wasser/Ein banckdaraujfdasVaß mit demWassersamptdem Sturtzglaß stehn müß.
So vil den ^Öfen belangtdensoltu aussallhie fürgeschubene weiß mit zweyen Rauch-rcklein/obenaujfdcrsettte des-Ofens/ vnd vnden mit einemFewrloch machen laj^en/ demnach^inen runden kupjferinKessel in den ^>fen setzen/vnddie frische zerhackete Kcutterinn den Kessel legen.Vbersobliehe frische zerhackete Kreut-ter/ pflegen etliche desvv!dri-gen Iare vbcrpltbene gebendte Wasser/oder schlecht Bninnen Wasser zü g;essen/(diß istaber nicht wol gethan ) damitdie Kreutter von der vnmessi-gen hiy nicht anb-ennen.Aberbesser ist es/ das man den auß-gep?eßten