Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
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Malcrey kunst.

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2trabia.

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Vomde..

9?l,yder gemaste türfichegewachßnichkaslemalwiesicauffwachsen/ bey handthat / oder die selben nicht^rculterbücher. alle mal frisch bekommen kan / als dann dienen VN6 die rechte Contrafeite/aemaltebücherder Gewachst vast wol / daraust mag man sich wol mn vilen erkundigen. Wer aber eigenGarten vnnd Gärtner haben kan/der mag vielvnd mancherley Gewachst pstantzen vnnv^»ro»^c^e. auffbringen / gleichwievor zeitten Antonius Castor zu Rom gethan/als dann bedorfftman der gemalten Bücher mcht so hoch / Es weren dann garfrembde Gewachst/so manNicht allenthalben frisch grün haben köndt/oderdie sichinvnsern <Landen/4uffrs halben/nicht wolten zamen vnd gewehnen lassen / als dan weren abermals die rechte gemalte Bü-cher vast nuy vnnd dienstlich. Es ist aber auch memes eraehtens die rechte Malerey kunst/vmb viler vrsach willen keines wegs züverwerffen / darumb haben die alten Weisen Krie-chen/ihre jungen inn der ersten/so bald sie anstengcn Zu studieren / das malen neben demStudto/auffdas sie alle Geschichten vnd anders/also fnsch lebendiger gedachtnuß möch-ten behalten/lehrncn lasten.

Die ersten gemalten Kreukter bücher soll Euax der Arabier König/dem Keyser?^ero-ni gehn Rom einer sonderlichen Verehrung haben geschickt. Sonst semd der Altensehr vil/welehe die Kreutter haben lassen abreissen vnd malen/als derÄwnysius/derCra-teuas/der Methrodorus/vnd andere berümpte Männer.

Iüvnseren zeitten hat der Erbar/ fürnemeH. Michael Psingrün zu Basel das lob/dann er die Gewachst Mit sonderm fielst herzlich vnd wol abzüreissen / vnd mn den druckbringen verschafft hat. Der gleichen Her: Christian Egenolph Franckfurt/ ist mn demtheil seins lobs wol würdig / darumb das er kein kosten noch arbeit / an die einfache dingkcren vnderlasten/wiejeßt gemelter beioer Herren Bücher genügsam beweisen vnd anzei-Vauid Handel, gen. Aber zu disem vnserm Gcwachstbüch haben wir ein Jungen Knaben/DamdKandelgenandt/elnes Bürgers Sone zu Straßburg zu vns gehn Hornbach/durch Her.n Wen-del Rkhcl den Buchdruckern erfordert/ der selbig sung Dauid hat alle Ki eutter/Stauden/Hecken vnd Beum/ wie ich jhm die selben fürgelegt/ auffs aller emfaltigest/ schleehst/vnnddoch Warhafftlgst / nichts darzü/ noch daruon gethan/ sonder wieem jedes Gewachstanjhm selber war/mit der Jedern seuberlich abgerissen.

Dieweil dann gemelter Dauzdinn dem theil soficissig / vnnd das Malen ohn alleMeister/wie dasmNeutzü Straßburg wissen/von chm selbsgelehrnet/vnddasslbigvontag zu tag der masscn begriffen/das er bey güttn Gesellen vnnd Meistern/seiner H un st hal-ben wol bestehn/vnd seine lucken vertretten kan/ hab ich seiner inn disem ort auch wollen unbesten qedencken.

Was aber für Vnkosten/Muhe vnnd Arbeit/ Sorg vnnd anders auffs Malen oderabreisten/ Schneiden/Formen / Drucken/vnnd anders gelauffen/ist der Ernhafft Her?Wendel Rchcl Büehdrueker zu Srastburg / mein günstiger Herr vnd Freundt wol gewarworden. Vnd demnach er hierinn dem Gemeinen nutz trewlich fürgestanden/ist er semcsgcbürlichen 4obs wol werdt. Vor zmen ward der Groß Alexander hoch gcprlfen das erein grosseanzal gelts seinem Iuehtmeister Aristotcli/allerhandt wilde Thier in den Wäl-den vnd Wildtnussen zu fangen vnd zu beschreiben schicket. Ietzunderaber l.gen solcheKünst vnnd dergleichen/armüt halben/im Spittal vnnd Kercker gefanaen/ niemands istvndcr so vilen gewaltigen Reichen/ der sieh diser natürlichen/nützlichen Künsten mögean-nemen Doch so ist mir kundt gethan/ dz sich gedachter arbeit der Hochgelehrt fieissia HerzCünrad Geßner von Jürich/ mein günstiger lieber Herr vnd Freundt/jvl! vndet nommenhaben. Gott wolle jhm seligen beystandt vnd gnade darzü verleihen.

Von der Kreutter auffwachsung. xy.

^V^Ann vnd wie/auch wa oder an welchen orten die Kreutterwaehsen/vnndfedesGe-wachst zam oder wild Zu finden sey / deßgleichen wann man)cdes cMgiercn/jam-

lmvtw

H Wendel

R'hcl.