Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
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Voned.

Das der erst Mensch Adam alle Geschöpfte vnd

Gewächßjüm aller rrstm erkandt/vnd die ftlben für-

ter setnen Nachkommen eröffnet habe. tj.

^le Fabel vnd poeterey ausfein otth gestellt/das ist aber offenbar vnd vnleugbar/das^HAdam als der Erstgeschaffen / alle GeschöpfsauffErden / durch eingiessung Gött-licherKrafft vnnd Weißheit / nit allem recht vnnd wol erkandt/sonder auch ein jedesmit seinein rechten Namen/wie oben gemelt/genennet hat. Vber das/ so wiirt er vnnd seinWc»b aller Gcwächst Krasst vnd Würekung/so vil jhnen von Nöthen/ wol haben verstan-den/ wlc wolte sonst Adam sein Bwt im Schweiß (als jhm von Gott auffgelegt ward)wann er nit erfahrung des Bzots/wie er solchs solt geniessen/von Gott empfangen solt ha-ben? Dann Gott tste sclbs der dem Adam vnnd seinem Weib/ den Erdboden mit aller sei-ner Iierung vnd Getreid/ftey ledig geschenckt vnnd vnderthenig gemachthat. Da GottGen. < derHenalso spzach/Herzschet vber sie/ vnnd machet sie euch vnderthemg/ Sehetichhabeuch gegeben allerley kraut/das sich besamet auffder gantzen Erden/vnd allerley fruchtk>a-«re beume ewer Speise Vnd nach dem Adam vnd sein Weib inn Gottes gebott sich vergnffen/hat sie doch Gott der HEr: solcher herlichen erkandtnuß/vnd niessung der Erdge-wachsen nit wöllen berauben/dann also stehet ferner gesch:iben/Das Kraut auffdem Feldsolt du essen. Wa nun Adam kein vnderscheid der selben/welche zür Nahrung dauglich odervndauglich weren/darbey gewüfit/hette er eben so bald vngesunde/vergifftc/schädllcheGe-wächß/ als die gesunden zür Kost erwöhlet. Also erfinde sichs abermals das Adam nach«Gott der erst gewesen/durch welche alle ding fürter den Menschen seind angezeigt wosden.

Wer nach Adam der Einfachen dtng

habwargenommen. it».

-On Adams Kindern vnnd Encklen ward fürter die Erden inn gütten Baw beacht.Etliche namen sich des Aekerwereks an / als der Cain mit seinen Kinderen/welcheauch fürter die Viehe zucht / das Hütten bawen / das Erywerek/vnnd anders auff«bzachten/welche mit der zeit je mehr vnd klarer/durch die Nachkommen/als den Noha vndfeine Kinder mn der gantzen Welt erschollen Bißzületst/dasdie Chaldeer vnnd Ggyptermn obgemelten Einfachen dingen hohen verstände vnnd kunst / durch tagliche mühe vnndarbeit/wie das jhre Bücher noch außweisen/erfahren vnd vberkommen haben.

Wer bet den Gmchen vnd Heiden dte Ein-

fache ding der Artznci/crstmals kandt-

bar gemacht. iiij.

ER Poee Huidius stellet Apollinem den Abgott/ als den ersten der Artzney erfin-der/vo: die augen/als er sch:eibt lib. j. Metamo:. Fab. t/.

Teutsch.

IchÄpollo hab darynei erdacht/ Aarnmb ew Her: aller Annst/

L)er Hreimer tunst an» ltecht gebzacht. Werd genant/vnd «temavds sonst.

All jhr trafft vnd würckong Zwar/ Atß lob ich behalten «erd/

Setnd mir kundt vnd offenbar. So laug staht Himmel vnd ltrd.

Guncltt