Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
243
Einzelbild herunterladen
 

Ein Gedicht.243flogen über die Fläche des Meers. Fingal sahdiese gräßlichen Zeichen, er sah, aber scheute sienicht.Albions Klippen erschienen, und Morvensfelsigte Hügel. Sie schimmerten zum frühen Strahledes Morgens. Ihre grünen Wälder wallten reitzendzu unserm Gesicht'. Wir warfen unsre Jugendüber die Küste. Vor ihnen schritt Fingal wie einefeurige Säule, und suchte die Feinde des Lands.Wir fanden sie an der Heyde Furamons, allemit blitzenden Waffen bedeckt. Fingal rief seineKrieger, und sprach eilends zu seinen Führern.„ Kein edler Feind ist vor euch. Keine Krieger,die Ruhm in Waffen aufsuchen. Sie sind derLiebreichen Feinde. Sie kommen Morvens weiß-händigte Töchter zu schimpfen. Heut brauchejeglicher Held seine Kraft. Laß unsre Führer heutbrüllen durch die Reihen ihres Stolzes. Laß sieihre stolzen Häupter heut beugen. Laß sie mitJammer erfahren, daß nur der UnglücklichenSöhne Morvens hochbusigte Mädchen beschim-pfen. Dann hob mein Vater seine mächtigeStimme, und rollte plötzlich die Schlacht.Wie der wilde Kampf des wütenden Meers,wenn starke streitende Geister von ihren Wolken dieheulenden Stürme verschicken, und die brüllendenWogen gen Himmel empören; wie das Krachenund Brüllen von börstenden Bergen, wenn ein-geschlossene Flammen ihre arbeitende schwangereLeiber zerreissen, und ihre zerschmetterten Einge-weide in die Wolken vertreiben; so schreckbar wardas Geprassel der Schlacht. Durch die Reihenfliegen Schrecken und Wut. Krieger fallen anQ 2Krie⸗