Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
241
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Ein Gedicht.241schreyend von seinem luftigen Felsen den Raubzu zerreissen, herabſchießt, ſtieg jauchzend zumTreffen der düstre Duthlamor, von seinen Hü-geln herab. Seine raffelnden Waffen erſchallen.Er stürzte voran im Stolz seiner Kraft, wie einRoß in der Freud seines Laufs; Muth flammtein seiner männlichen Brust; aber schwarzer Zornverstellte seine Seele. Grausamkeit befleckte seinHerz. Er nahte sich und sprach prahlend zu Fin-gal. "Dein Tod ist endlich bestimmt. DeinSturz soll meine Rechte veredlen. Die Geyerdes Himmels sollen deinen Leichnam zerreissen;kein Grab deinen leblosen Körper einschliessen.Ich frolock' im Blute der Fremden. Deine Waf-fen sollen meine Halle bezieren. Sie sollen spre-chen zu künftigen Jahren, und sagen, wie Fingalunter Duthlamors Klinge gefallen.“ Fingalantwortete lächlend, "eitler Führer, ich verachtedein Drohen. Ich haß dein unedles Herz. Wennich soll fallen, denn einst muß der Krieger er-liegen; wird mein Ruhm in Liedern leben. DerWeidmann wird meinen Namen erheben; künftigeJahre singen mein Lob. Die Jugend wird sichmeiner Thaten bestreben, und flammen bey mei-ner Geschichte Erzehlung. Aber Krieger, empör dei-nen Stahl, laß uns nicht die Zeit mit Wortenverzehren.Wuth schwoll im Busen Duthlamors.Seine Augen schossen schreckbare Flammen. SeinSpeer, von Zorn getrieben, traf Fingals erha-benen Helm, glitt vom schlüpfrichten Stahl', fielgebrochen und schimmernd zu Boden. Dann flogauch deiner o Zingal, er durchdrang DuthlamorsSchild,