Ein Gedicht.239waren schreckbar. Wut schwoll in der Mitteseiner Seele. Unsre Krieger erkannten, daß erdie ehrwürdigen Gestalten der Todten geſehn;denn in der Zeit der Gefahren stiegen sie ost zuseinen Träumen. Wir standen schweigend in derFerne. Traurig sahn wir des Königs Zorn.Nun schien der graue Morgen in Osten;die Sonne begann ihren feurigen Lauf. Ihr Lichtvergoldeke die Gipfel der Berge, und flammtean den Schilden der Krieger Duthlamors.Sie standen droben in ihrem Stolz', wie Haynevon erhabenen Fichten, die ihre Häupter genHimmel empören. Fingal erblickte den trotzigenFeind. Die brennende Wuth seiner Seele erhobſich; er rief, und ſprach zu Ullin. “Geh, Ullin,ſag Duthlamor einſam mit mir auf der Ebuezu kämpfen. Ich verlang nicht den Fall seinesVolks; denn Fergus war nicht von ihnen belei-digt. Meine Rechte trachtet nicht nach dem Bluteder Schwachen, auch frolock' ich nicht im Todeder Tapfern; aber meine Rechte demüthigt dieStolzen. Hochmüthige stürzen unter meinemSchwert.Der veraltete Bärde gehorchte. Stattlichschritt er gegen den Feind. Vorwärks hielt erseinen blitzenden Speer. Ernsthaft sprach er dieWorte des Königs. "Fingal erwartet dich ein-sam an der Ebne, den tödtlichen Kampf zu ver-suchen. Sein Arm verachtet das Blut der Schwa-chen, aber die Blitze seines Schwerts erschreckendie Stolzen. Komm Duthlamor, Fingal er-wartet dich einsam an der Ebne. Grimmig undstolj
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