Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
229
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229Ein Gedicht.Dein Schwert ein Luftbild halb entzündet mitFeuer. Dämmernd und schwach ist der Führer,der vormals in Schimmer daher gieng: aber duschreitest auf den Winden der Wüsten. In deinerHand verfinstern sich Stürme. In deinem Zornergreifst du die Sonne, und verbirgst sie in dei-nen Wolken. Die Söhne geringerer Menschenerzittern. Häufiger Regen stürzt herab. Aberwenn du in deiner Milde voranschreitest; ist dasLüftchen des Morgens nah bey deinem Lauf. Inihren blauen Feldern lächelt die Sonne. Dergraue Strom schlängelt in seinem Thal'. DieGebüsche schütteln ihre grünenden Häupter imWind'. Die Rehe springen gegen die Wüste. Ein Säuseln herrscht auf der Heyde,die stürmischen Winde verschwinden! ich hör dieStimme von Fingal. Lang hat sie mein Ohrnicht vernommen!" komm", sagte er, "komm Ossian,seinen Ruhm hat Fingal empfangen. Wirvergiengen wie Flammen, die nur eine Zeitlanggeleuchtet. In Ruhm war unsre Scheidung. Ob-wohl unsre Schlachtfelder dämmern und schwei-gen. Doch lebt unser Ruhm an vier grauen Stei-nen. Man hat Ossians Stimme vernommen.Die Harfe ward in Selma gestimmt. "Kommsagte er, "Ossian komm. Komm fleuch mitdeinem Vater an die Wolken!" ich komme, ich kommedu König der Menschen! Ossians Leben vergeht.Ich beginn zu schwinden an Cona. Meine Trittewerden nicht in Selma gesehn. Hinter demStein von Mora, werd ich einschlafen. Michwerden nicht die Winde in meinen grauen Haa-ren pfeiffend aufwecken. Zich dich s Wind andei-P 3