Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
228
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Berrathon.228Führ, Sohn Alpins, führe den Greiß zuseinen Wäldern. Die Winde beginnen zu steigen.Laut braust die düstre Welle des Sees. Beugtsich nicht von Mora ein Baum, mit seinen ent-blätterten Aesten? er beugt sich Sohn Alpins imbrausenden Windstoß. An einem versengten Asthängt meine Harfe. Der Schall ihrer Saiten isttraurig. Rührt dich, o Harfe! der Wind, oderist's ein vorbeyfahrender Geist! es ist die RechteMalvinas! Sohn Alpins bring mir die Harfe.Ein ander Lied soll sich heben. Meine Seele sollscheiden im Klang, meine Väter sollens in ihrenluftigen Hallen vernehmen. Ihre dämmerndenGesichter, werden mit Freuden aus ihren Wolkensich neigen, und ihren Sohn mit ihren Händenempfangen. Die veraltete Eiche beugt sich überden Strom, sie seufzt mit all ihrem Mooß. Dasverwelkte Farrnkraut pfeifft in der Näh, undmengt sich wallend, mit Ossians Locken.Schlag auf die Harfe, und heb denGeſang: ihr Winde ſeyd nah mit all euern Flü-geln. Tragt den traurigen Schall zu Fingalsluftiger Halle. Tragt ihn zu Fingals Halle,daß er die Stimme seines Sohns vernehme. DieStimme dessen, der die Mächtigen lobte!"Der Hauch des Nords öfnet deine Tho-ren, o König, ich seh dich sitzen, im Nebel,dämmernd glänzen in all deinen Waffen. DeineGestalt ist itzt kein Schrecken der Tapfern. Sieist wie eine wässrichte Wolke; wenn wir dieSterne hinter ihr, mit ihren thränenden Augenerblicken. Dein Schild ist der veraltete Mond.Dein