Ein Gedicht.227das Grab seines Sohns. Uthals Gedächtnißerhob sich. "Wer, sagt' er, "liegt dort vonmeinen Helden? er scheint ein König der Men-schen gewesen zu seyn. War er in meiner Halleberühmt, eh sich der Stolz Uthals erhob?" Ihrschweigt ihr Söhne Berrathons! ist der Königder Helden gefallen? mein Herz schmelzt für dich,b uthal! obwohl deine Hand gegen deinen Pa-ter sich streckte. O wär ich in der Höhle geblie-ben! o wohnte noch mein Sohn in Finthormo!ich könnte die Tritte seiner Füße vernehmen,wenn er zur Jagd des Ebers ausgieng: Ichkönnte am Hauch meiner Höhle den Schall seinerStimme belauschen. Dann würd meine Seele fro-locken: aber itzo herrscht Finsterniß in meinerHalle.Sohn Alpins so waren meine Thaten,da die Kraft der Jugend meinen Arm ver-stärkte. So waren die Thaten von Toscar, Con-lochs im Wagen getragenem Sohn. Aber Toscärist auf seiner fliegenden Wolke. Ich bin einsamin Lutha. Meine Stimm gleicht dem letztenSausen des Winds, wenn er die Wälder ver-läßt. Aber Ossian wird nicht allein bleiben,er sieht den Nebel, der seinen Geist soll empfan-gen. Er sieht den Nebel, der sein Kleid soll ge-stalten, wenn er an seinen Hügeln erscheint.Mich sollen die Söhne der Schwächen beschauen,und die Größe der Führer der Vorwelt bewun-dern. Sie sollen kriechen zu ihren Höhlen. Siesollen mit Furcht gen Himmel aufsehn: denn ichwerd schreiten in Wolken. Neben mir wird Fin-ſterniß rollen.P 2Führ
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