221Ein Gedicht.Snitho der Freund der Jugend von Larthmor.Er erzehlte vom König Berrathons: FingalsZorn erhob sich. Er haschte dreymal den Speer,entschlossen seine Hand gegen Uthal zu strecken.Aber vor dem König stieg die Erinnerung seinerThaten. Er sandte seinen Erzeugten und Toscarn.Unsere Freude war groß auf dem rollenden Meer.Wir entblößten oft unsere Schwerter zur Hälfte.Denn ehedem fochten wir nie, in den Schlach-ten des Speeres allein.Die Nacht stieg auf dem Meere herab.Auf ihren Flügeln verſchwanden die Winde. DerMond ist frostig und bleich, die rothen Sterneheben ihre Häupter empor. Unser Lauf ist langsam längs der Küste Berrathons. Weisse Wellentaumeln um den Felsen. "Welche Stimme istjene," sagte Toscar, "die zwischen dem Brau-sen der Wellen erschallt? sie ist sanft aber traurig,wie die Stimme geschiedener Barden. Aber ichſehe ein Mädchen. (*) Sie ſitzt am Felſen allein. IhrHaupt neigt sich auf ihren schneeweisen Arm'.Ihre dunklen Locken fliegen im Winde. SohnFingals hör ihr Lied, es ist sanft wie der flie-sende Strom. Wir kamen zur schweigendenBay, und horchten zum Mädchen der Nacht.„Wie lang werdet ihr um mich rollen,ihr blautaumelnde Wogen des Meers? meineWohnung war nicht immer in Höhlen, nicht im-mer(*) Nina=thoma, Tochter Torthomas, die in eine ödeInsel von ihrem liebsten Urhal verbannt war.
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