219Ein Gedicht.auf eine Wolke gestützt? lächlend ist sein grauesund wässrichtes Antlitz. Seine Nebel-Lockenfliegen am Wind'. Vorwaͤrts beugt er sich aufseinen luftigen Speer. Es ist dein Vater, Mal-vina. "Warum schimmerst du so früh an unsernWolken,“ sagt er, “o Luthas liebliches Licht!du warst aber traurig, meine Tochter. DeineFreunde waren vergangen. Die Söhne geringe-rer Menschen (*) waren in der Halle. Keinerder Helden, ausser Ossian, König der Speereblieb übrig!Und erinnerst du dich Ossians, erhabenerToscar, (**) Erzeugter von Conloch? zahl-reich waren die Schlachten unsrer Jugend. UnsreSchwerter giengen zusammen ins Feld. Sie sahnuns wie zwey stützende Felsen ankommen. DieSöhne der Fremden entflohn. Sie sagten, “dortkommen die Krieger von Cona, sie schreiten inden Pfaden der Fliehenden!“ Nah dich SohnAlpins zum Liede des Greisen. In meiner Seelesind(*) Die Tradition schweiget gänzlich von demjenigen, wasim Norden geschah, unmittelbar nach dem Tod Fin-gals und seiner Helden. Wodurch man muthmassenkann, das die Thaten ihrer Nachfolger mit jenen derberühmten Fingalianer, nicht verglichen werden konnten.(**) Toscar war der Sohn jenes Conlochs, der auchVater jener Frau war, dessen unglücklicher Tod inder letzten Episode des 2ten B. Fing. erzehlt wird.
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