Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
209
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Ein Gedicht.209Sanft ist der Schall der Harfe in Sela-ma, (*) lieblich an Cromla das Jägergeschrey.Aber wir sind im düstern J-thona, vom Sturmumringt. Ueber unsre Felsen heben die Wogenihre weissen Häupter. Wir zittern in der Mitteder Nacht.Toscar.Wohin ist die Seele der Schlacht geflohn, Fer-cuth mit seinen veralteten Locken? ich hab dich uner-schrocken in Gefahren gesehn: deine Augen flammtenmit Freude im Kampf. Wohin ist die Seele der Schlachtgeflohn? nie erſchracken unſre Väter: geh: ſchau,das zur Ruhe sich setzende Meer. Der Sturmiſt vorbey. Die Wogen zittern noch auf der Tiefe.Sie scheinen den Windstoß zu fürchten. Geh!schau das in Ruh sich setzende Meer. DerMorgen graut auf unsern Felsen. Bald wird ausihrem Osten die Sonne herausblicken, in all ih-rem Stolze des Lichts! ich hob meine Segelmit Freude, vor die Hallen des edlen Conlath!Bey einer öden Insel war mein Lauf, woCuthona die Hirsche verfolgte. Ich sah sieähnlich dem Strahle der Sonne, der aus derWolke herabschießt. Ihr Haar slog auf ihremschwellenden Busen. Vorwärts beugend zog sieden(*) Selamath, schön zu betrachten, der Name desSitzes von Toscar, auf der Küste von Ulster, nebendem Gebirg Cromla.